Greenpeace weist schwere Quecksilberbelastung in Speisefisch nach

Grenzwert bei Schwertfisch um mehr als das Fünffache überschritten

Wien (OTS) - Wien - Eine Greenpeace-Untersuchung von 11 Fischprodukten auf Quecksilberrückstände ergab eine schwere Quecksilberbelastung bei einem Merkur-Schwertfischprodukt. Das beauftragte Austrian Reserach Center Seibersdorf wies 5,3 mg Quecksilber pro Kilogramm Fisch nach. Der EU-Grenzwert liegt bei 1mg/kg. Greenpeace Meeresexpertin Nina Thüllen: "Damit wird der ohnehin schon hohe Grenzwert um mehr als das fünffache überschritten. Eine 70 kg schwerer Erwachsener dürfte demnach von diesem Fisch in der Woche höchstens 21 g essen, ein Kleinkind mit 10 kg gar nur 3 g. Das entspricht den von der WHO empfohlenen maximal duldbaren Mengen."

Quecksilberrückstände in Fischen sind ein altbekanntes Problem. Je fettreicher der Fisch, je höher in der Nahrungskette angesiedelt und je älter er ist, desto stärker ist die Anreicherung mit Quecksilber beziehungsweise Methylquecksilber. Sowohl die österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) als auch die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfehlen daher schwangeren und stillenden Frauen, wie auch Kleinkindern "zur Verminderung dieses potentiellen Gesundheitsrisikos" weniger kontaminierte Fischarten. Insbesondere Blauflossentunfisch, Weißer Tunfisch, Schwertfisch, Hai, Hecht und Merlin sollen gemieden werden. Auch das EPA, das Umweltbundesamt der USA und die ‚Food and Drug Administration’ (FDA) raten zum Verzicht beziehungsweise eingeschränktem Konsum.

"Arten wie Hai, Schwertfisch und die meisten Tunfischarten sollten ohnehin nicht verkauft werden. Ihre Bestände sind stark bedroht, manche bereits sogar um bis zu 90% reduziert. Die Belastung mit Quecksilber sollte nun wohl endgültig Anlass genug sein, diese Arten aus Österreichs Supermärkten zu entfernen.", so Thüllen abschließend.

http://marktcheck.greenpeace.at/quecksilberfisch.html

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