Neue "Kärntner Tageszeit" - KOMMENTAR von M. Geistler-Quendler: Bestechende Absahner-Logik

Klagenfurt (OTS) - Bartenstein kann es nicht fassen, was an einem Yachtausflug des Finanzministers auf Einladung des Bankiers Meinl "kritikfähig" sein soll. Wie soll der finanzkräftige Wirtschaftsminister auch, der noch beim Schuhkauf um Extras feilscht. Managern der "Styrian Spirit" leuchtet es auch nicht ein, warum sie auf Erfolgsprämien verzichten sollen: Prämien gibt´s fürs Wegrationalisieren von Mitarbeitern, nicht für Jobs.

Herr Ex-Bawag-Elsner und Co. wissen schon gar nicht, warum undankbare Golfanlagenbetreiber ihn des Platzes verweisen. Von der geschützten High-Society-Werkstatt, wohin er sich - dem Werken so fern - flüchtete. Karl-Heinz Grasser ist ratlos, warum ihm, der sich im Networking mit dem Großkapital aufopfert, ein Gratis-Dinner mit einem Bankier verwehrt bleiben soll: Da war man unter sich, und die Leseschwäche in Sachen Bawag-Prüfbericht 2001 war fast vergessen. An Bord mit Finanzhaien purzeln die Ideen: Spitzenverdienern muss man Steuerlast von den Schultern nehmen, sie können sich schon kein Mittagessen mehr leisten - eine bestechende Logik.

Nichts Neues, doch die Kumulation dieser "Sauereien", pardon Missstände, sollte die Österreicher von ständischer Autoritätshörigkeit befreien. Um die Absahner als das zu sehen, was sie sind: von Arbeitenden und Arbeitslosen finanzierte Lohnbeschaffer.

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