Fortschreitende Hornhautverkrümmung bedroht 1 von 2000 Österreichern - Behandlung ab September 2006 möglich

Innsbruck (OTS) - Der Keratokonus ist eine Sonderform der Hornhautverkrümmung und tritt meist erst nach dem 10. Lebensjahr auf. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Erkrankung in gebirgigen Teilen Österreichs gehäuft beobachtet wird. Die Betroffenen sind kurzsichtig und haben eine fortschreitende Vorwölbung der Hornhaut. Anfangs kann den Patienten mit Brille und speziellen Kontaktlinsen geholfen werden, mit zunehmender Vorwölbung wird die Hornhaut im Zentrum jedoch immer dünner. In letzter Konsequenz war bisher eine Hornhauttransplantation die einzige Behandlungsmöglichkeit.

Ab September 2006 steht eine neu entwickelte Methode, das Crosslinking, erstmals in Österreich zur Verfügung. Sie wird von der ZIRM Privatklinik in Innsbruck und den angeschlossenen Ordinationen in Wien und Graz angeboten, die an der klinischen Behandlungsstudie teilnimmt. Die ZIRM Privatklinik ist auf Behandlungen der Fehlsichtigkeit spezialisiert. Ihr ärztlicher Leiter Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm: "UV-Licht wirkt auf die Hornhaut durch eine sogenannte Quervernetzung mechanisch stabilisierend. Bisher war es nicht möglich diesen Effekt für die Behandlung des Keratokonus zu verwenden, da UV-Licht in tieferen Bereichen des Auges schädigend wirkt."

Eine Arbeitsgruppe in Dresden und Zürich hat unter Beweis gestellt, dass, wenn Vitamin B2 vor der Behandlung aufgetropft, die schädigende Wirkung des UV-Lichts verhindert. In der gesamten Beobachtungszeit von acht Jahren wurden sämtliche Patienten ohne eine einzige nachteilige Nebenwirkung erfolgreich therapiert.

Die Auswirkungen dieser Methode sind für alle Betroffenen weitreichend. Das Fortschreiten des Keratokonus wird verhindert und die drohende Hornhauttransplantation vermieden. Die nunmehr stabile Situation erspart den Menschen häufige Besuche beim Optiker, den oftmaligen Kauf von teuren Kontaktlinsen und letzlich immer wiederkehrende, schmerzhafte Augenentzündungen. Dem gegenüber stehen relativ geringe Kosten (voraussichtlich Euro 900,-/Auge).

Eine Fotodokumentation finden Sie unter
http://www.zirm.net/Crosslinking.812.0.html

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