Öllinger: Bartenstein spielt Märchenonkel

Arbeitsplätzezuwachs resultiert aus Umwandlung von Vollzeit- zu Teilzeitarbeit

Wien (OTS) - "Bartenstein hielt eine Märchenstunde ab", meint der stv. Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, zur heutigen Pressekonferenz des Arbeitsministers. "Die Zunahme der Beschäftigungsverhältnisse im letzten Jahr um 50.000 resultiert fast ausschließlich aus der Umwandlung von Vollzeitbeschäftigung in Teilzeitbeschäftigung", korrigiert Öllinger. Die Statistik Austria weist in ihrem letzten Quartalsbericht gegenüber 2005 eine Erhöhung der Teilzeitquote von 1,5 %-Punkten oder 49.000 Arbeitsplätzen aus.

Auch der Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist vor allem ein statistischer: "Rechne ich alle Gruppen wie etwa SchulungsteilnehmerInnen oder BezieherInnen von Pensionsvorschüssen und Übergangsgeld ab, die zwar keine Arbeit haben, aber aus statistischen Gründen nicht als arbeitslos gelten, dann gab es im Juni gerade einmal 4000 arbeitslose Menschen weniger. Für 4000 Menschen ist das sehr erfreulich, aber es ist schon skurril, wenn Bartenstein das im Vergleich zum Vorjahr gegenwärtig bessere Wetter als Regierungserfolg darzustellen versucht."

"Und auch in Zusammenhang mit den Gratis-Urlaubsvertretungen für Spar und Billa erzählen Bartenstein und sein Adlatus Kopf Märchen", kritisiert Öllinger. Zum einen hat sich die angeblich vereinbarte Zahl der Übernahmen durch die Handelsketten von gestern auf heute geheimnisvollerweise von 25% auf 20% reduziert. Zum Anderen behaupten die Handelsketten selbst, nur Urlaubsvertretungen zu wollen. Sie fragten beim AMS nach Monaten getrennt um UrlaubsvertreterInnen an. Ginge es tatsächlich um dauerhafte Beschäftigung, könnte ja eine Person sowohl im August wie auch im September arbeiten. "Doch darum geht es nicht", so Öllinger: "Die Bartensteinsche Arbeitsmarkt ist eine Politik des Tarnen und Täuschens. Ziel ist nicht die Verbesserung der Situation der arbeitslosen Menschen, sondern eine geschönte Arbeitsmarktstatistik bis zur Wahl", so Öllinger.

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