U-Bahnwagen-Zulassung - SP-Ekkamp: Was für ein Spiel wird hier gespielt?

Wien (SPW-K) - Man kann sich angesichts der jüngsten Stellungnahme von Verkehrsminister Gorbach schön langsam die Frage nicht verkneifen, welches Spiel eigentlich im Zusammenhang mit der Verkehrszulassung der neuen, hochmodernen U-Bahnganituren der Type V auf dem Rücken der Wienerinnen und Wiener gespielt wird? Die heutige Wortwahl des scheidenden Ministers gegenüber der hochprofessionellen Arbeit sowohl der MA 64 als auch der Experten der weltweit zu Recht als kompetent bewerteten Wiener Feuerwehr ist jedenfalls diskredidierend", stellte Donnerstag der Vorsitzende-Stellvertreter des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des Wiener Gemeinderates, Franz Ekkamp, zu den Behauptungen des Verkehrsministers fest.

"Vor allem der im schlechtesten Wahlkampfjargon erhobene Vorwurf Gorbachs, die Wiener Linien - und die anderen mit der Zulassung befassten Wiener Dienststellen - versuchten kurzsichtige Effekthascherei und einen oberflächlichen Prestigeerfolg zulasten der Sicherheit der Bevölkerung zu betreiben, muss entschieden zurückgewiesen werden", gab sich Ekkamp empört. Der Prototyp des V-Wagen stünde seit fünf Jahren (!) erfolgreich im Probebetrieb, sämtlich Sicherheitseinrichtungen und -übungen - die jüngste große erst im vergangenen Jahr - seien erfolgreich durchgeführt worden, das Arbeitsinspektorat sei laufend eingebunden gewesen, hob der Mandatar hervor.

Ekkamp: "Die Wiener Linien haben ihre Hausaufgaben hinsichtlich notwendiger Verbesserungen gemacht. Jeder Zug ist zusätzlich mit Sicherheitseinrichtungen mit Kosten in der Höhe von jeweils 700.000 Euro ausgestattet worden. Das hat nichts, aber auch schon gar nichts mit Effekthascherei zu tun", betonte Ekkamp. Umso erstaunlicher sei, so Ekkamp weiter, dass jetzt mit dem Hinweis auf eventuell möglicherweise gesundheitsschädigende Vibrationen im Führerstand, die nie in den letzten Jahren von den Fahrern des Prototyps bekrittelt worden wären, dies die Ursache für die Nichtzulassung der neuen U-Bahnwagen sein könne. "Das ist Bürokratismus und Justamentpolitik pur. Kein Wunder, wenn bei immer mehr Menschen der Eindruck entsteht, dass noch vor den Wahlen den Wiener Linien, der Stadt Wien, deren hochprofessionell agierenden Dienststellen und letztlich der SPÖ-Stadtregierung der Schwarze Peter für die weitere Garagierung der neuen U-Bahn-Garnituren zugespielt werden soll", schloss Ekkamp. (Schluss)

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