Riepl: AMS-Aktion verdrängt reguläre Arbeitsplätze

Wien (SK) - Der SPÖ-Abgeordnete Franz Riepl kritisiert, dass die AMS-Aktion, bei der Supermarktketten und auch anderen Branchen Arbeitssuchende gratis als Teilzeitkräfte zur Verfügung gestellt werden, zu Verdrängungseffekten führt. Er berichtet von zahlreichen AnruferInnen bei der Gewerkschaft, die beklagen, dass ihnen eine schon zugesagte Stelle als Urlaubsvertretung jetzt wieder abgesagt wurde. ****

Der SPÖ-Abgeordnete sieht als Hintergrund der AMS-Aktion den Druck der Regierung auf das AMS, möglichst viele Arbeitslose vor der Wahl aus der Arbeitslosenstatistik zu bringen. "Das ist aber auch schon der einzige Zweck dieser Aktion", so Riepl am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, eine nachhaltige Verbesserung sei hier weder für die Gratis-Arbeitskräfte zu erwarten und schon gar nicht für jene, die deswegen den schon zugesagten Job nicht bekommen.

"Der Großteil dieser Arbeitskräfte sind Frauen, die jetzt für einen Monat als Gratis-Arbeiterinnen vom AMS vermittelt und nach einem Monat wieder ohne Job da stehen", kritisiert Riepl. Der Abgeordnete zeigte sich abschließend auch gespannt auf die Erklärung von Arbeitsminister Bartenstein, wie dieser diese Subventionierung von Supermarktketten mit den Mitteln des AMS und der Steuerzahler erklären will. (Schluss) wf

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0014