Darabos: Ungeheuerlich, dass Schüssel weiterhin an Grasser festhält

Grasser sagte neuerlich Unwahrheit - nahm mehrfach Einladungen von Banken an

Wien (SK) - "Jeden Tag liefert Finanzminister Grasser einen neuen Beweis dafür, wie wenig ernst er es mit der Wahrheit nimmt. So behauptete er nach seinem Yachturlaub mit Wolfgang Flöttl auf dem Boot des Bankiers Julius Meinl im August 2005: 'Ich habe keine weiteren Einladungen einer österreichischen Bank oder Versicherung oder sonst was angenommen.' Diese Behauptung ist schlichtweg falsch", unterstrich SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Im Licht dieser permanenten Beugung der Wahrheit durch Grasser ist es ungeheuerlich, dass er weiterhin einen Fixplatz im ÖVP-Team bei der Nationalratswahl hat und dass Schüssel Grasser ins Zentrum seines Wahlkampfes stellen will", so Darabos. ****

So hat Grasser im März 2004 auf Einladung der Constantia Privatbank in St. Moritz einen Vortrag gehalten. Der Hin- und Rückflug von Wien nach Innsbruck und die Weiterfahrt mit dem Pkw wurden genauso von der Bank bezahlt wie die Nächtigung im Nobelhotel Kempinski. "Das hat Grasser selbst in einer Anfragebeantwortung am 25. Juni 2004 zugegeben. "Wie immer nimmt der Minister für sich in Anspruch, mit anderen Maßstäben beurteilt zu werden, als jeder andere Bürger in diesem Land. Doch die Bevölkerung ist nicht mehr bereit, diesem Bonvivant auf dem Leim zu gehen. Eine heute veröffentlichte OGM-Umfrage bestätigt, dass fast 50 Prozent Grasser nicht mehr glauben und dass er bereits früher vom BAWAG-Kriminalfall wusste", so Darabos.

Weiters hat Grasser auf Einladung von Julius Meinl einen Flug mit einem Privatjet nach Venedig unternommen und die österreichische Produktion "Alma" besucht. Ob Meinl selbst nun für diesen Flug etwas bezahlt hat oder nicht, spiele dabei keine Rolle. "Es war eine Gefälligkeit des Bankiers, ohne dessen Einladung wäre Grasser nicht nach Venedig gelangt, unabhängig davon, ob dem Bankier dadurch Kosten entstanden sind oder nicht", unterstrich Darabos. Die ÖVP und vor allem Schüssel störe dies alles nicht im Geringsten und hält eisern an ihrem "Jet-Set-Minister" fest.

Dieser sehr "lockere" Umgang mit der Wahrheit sei ein Kennzeichen, das Grasser seit Beginn seiner Amtszeit beschreibt, sagte Darabos. "Grasser hat aus seinen unzähligen Skandalen und Affären nicht das Geringste gelernt. Er ist nach wie vor der Ansicht, dass normale Regeln für ihn nicht gelten, dass er machen kann, wonach es ihn auch immer gelüstet. (Schluss) ns

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