SAP gibt Ergebnisse für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2006 bekannt

Walldorf (OTS) - Die SAP AG hat am Donnerstag die vorläufigen Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2006 veröffentlicht. Das zweite Quartal endete am 30. Juni 2006.

2. QUARTAL 2006

Umsätze

  • Der Softwarelizenzumsatz im zweiten Quartal stieg um 8 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 621 Mio. Euro (2005: 576 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 wuchs der Softwarelizenzumsatz um 10 %.
  • Der Produktumsatz (bestehend aus Softwarelizenzumsatz und Wartungsumsatz) betrug 1,5 Mrd. Euro (2005: 1,4 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Produktumsatz um 10 %.
  • Der Gesamtumsatz im zweiten Quartal betrug 2,2 Mrd. Euro

(2005:2,0 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Gesamtumsatz um 9 %.

Anteil der SAP auf Basis der Anbieter von "Core Enterprise Application"-Software2

- Zum Ende des zweiten Quartals 2006 erreichte der Anteil der SAP unter den Anbietern von "Core Enterprise Applications" 21,7 % (basierend auf dem durchschnittlichen rollierenden Softwarelizenzumsatz der vergangenen vier Quartale). Der Gesamtsoftwareumsatz dieser Anbieter wird von SAP auf rund 16 Mrd. US$ beziffert. Die Zahlen stützen sich auf Angaben von Branchenanalysten.

Regionale Ergebnisse

- Wachstumstreiber im zweiten Quartal war erneut die Region
Amerika mit einem Anstieg der Softwarelizenzerlöse von 18 % auf 239 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung

der Wechselkurseinflüsse1 wuchs der Softwarelizenzumsatz um 21 %. In den USA stieg der Softwarelizenumsatz um 16 % auf 201 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 nahm der Softwarelizenzumsatz in den USA um 20 % zu. - Der Softwarelizenzumsatz in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) wuchs um 3 % gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 296 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 stieg der Softwarelizenzumsatz in der Region EMEA um 3 %. In Deutschland erhöhte sich der Softwarelizenzumsatz im zweiten Quartal um 8 % auf 100 Mio. Euro. - Der Softwarelizenzumsatz in der Region Asien-Pazifik (APA) lag mit 86 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 stieg der Softwarelizenzumsatz in APA um 4 %. In Japan sank der

Softwarelizenzumsatz um 4 % auf 23 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung
der Wechselkurseinflüsse1 stieg der Softwarelizenzumsatz in Japan um 4 %.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg im zweiten Quartal 2006 um 15 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 531 Mio. Euro (2005: 460 Mio. Euro). Das Pro-forma-operative-Ergebnis3 erhöhte sich um 13 % auf 558 Mio. Euro (2005: 496 Mio. Euro).
  • Die operative Marge stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 24,2 %. Die Pro-forma-operative-Marge3 verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,8 Prozentpunkte auf 25,4 %.
  • Das Konzernergebnis lag bei 414 Mio. Euro (2005: 289 Mio. Euro)

oder
bei 1,35 Euro je Aktie (2005: 0,93 Euro je Aktie). Dies entspricht

einem Anstieg von 43 % gegenüber dem Vorjahres¬quartal. Das Pro-forma-Konzernergebnis3 erhöhte sich um 38 % auf 432 Mio. Euro (2005: 314 Mio. Euro) oder 1,41 Euro je Aktie (2005: 1,01 Euro je Aktie).

Das Konzernergebnis, das Ergebnis je Aktie, das Pro-forma- Konzernergebnis und das Pro-forma-Ergebnis je Aktie für das zweite Quartal wurden dabei durch einen einmaligen Steuereffekt in Höhe von etwa 30 Mio. Euro oder 0,10 Euro je Aktie positiv beinflusst: Die effektive Steuerrate lag im zweiten Quartal durch eine Einigung mit den Finanzbehörden hinsichtlich eines spezifischen Vorfalls bei lediglich 25 %.

"SAP ist auf dem besten Weg für ein weiteres erfolgreiches Jahr. Produktumsatz, Pro-forma-operative-Marge und Pro-forma-Gewinn pro Aktie haben im ersten Halbjahr stark zugelegt und wir haben unseren weltweiten Marktanteil erfolgreich weiter ausgebaut", sagte Henning Kagermann, Vorstandsvorsitzender von SAP. "Der Softwarelizenzumsatz im zweiten Quartal war leicht unter unserer erwarteten Wachstumsrate für das Gesamtjahr. Ursache dafür waren so genannte Phased Deals, also auf mehrere Perioden aufgeteilte Aufträge, und Verzögerungen bei Vertragsabschüssen. Der Auftragseingang - ein Schlüsselindikator für zukünftige Softwarelizenzumsätze - und unsere Erfolgsquote gegenüber Wettbewerbern sind unverändert hoch. Das Investitionsverhalten unserer Kunden hat sich nicht verändert und die Kundenzufriedenheit ist hoch - das hat seine Ursache auch in unserer klar strukturierten Produktstrategie", so Kagermann.

"Anfang des Jahres haben wir dargelegt, dass das Jahr 2006 durch eine ganze Reihe von Produktstarts zum Schlüsseljahr für SAP wird. Im ersten Halbjahr haben wir SAP CRM on-demand, Duet software und unser Flagschiff-Produkt mySAP ERP 2005 als erste servicebasierte Unternehmenssoftware-Suite auf den Markt gebracht," so Kagermann weiter. "Das Feedback von Kunden und Anwendervereinigungen mit Blick auf die Migration zu mySAP ERP 2005 war sehr positiv. Durch diese Produkte und weitere, die wir für 2006 angekündigt haben, sowie mit unserer Enterprise Service-Oriented Architecture (Enterprise SOA), können wir die Nutzerfreundlichkeit unserer Produkte für unsere Kunden erhöhen. Außerdem erhalten die Kunden mit den neuen Produkten eine größere Flexibilität bei der Abbildung von Geschäftsprozessen, und sie können vorhandene Anwendungen leichter an die veränderten Prozesse anpassen.

ERSTE SECHS MONATE 2006

Umsätze

  • Der Softwarelizenzumsatz im ersten Halbjahr 2006 stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 14 % auf 1,1 Mrd. Euro (2005: 1,0 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 wuchs der Softwarelizenzumsatz um 12 %.
  • Der Produktumsatz betrug 2,9 Mrd. Euro (2005: 2,5 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 13 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2005. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Produktumsatz um 11 %.

- Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2006 betrug 4,2 Mrd. Euro (2005: 3,7 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 13 % gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Gesamtumsatz um 11 %.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg im ersten Halbjahr 2006 um 13 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 940 Mio. Euro (2005: 834 Mio. Euro). Das Pro-forma-operative-Ergebnis3 erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 16 % auf 1,0 Mrd. Euro (2005: 877 Mrd. Euro).
  • Die operative Marge sank im ersten Halbjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 22,2 %. Die Pro-forma-operative-Marge3 verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 0,6 Prozentpunkte auf 24,0 %.
  • Das Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr bei 696 Mio. Euro

(2005:
543 Mio. Euro) oder bei 2,26 Euro je Aktie (2005: 1,75 Euro je Aktie).

Dies entspricht einem Anstieg von 28 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Pro-forma-Konzernergebnis3 erhöhte sich im ersten Halbjahr um 30 % auf 747 Mio. Euro (2005: 573 Mio. Euro) oder 2,43 Euro je Aktie (2005: 1,85 Euro je Aktie). Das Konzernergebnis, das Ergebnis je Aktie, das Pro-forma- Konzernergebnis und das Pro-forma-Ergebnis je Aktie für das erste Halbjahr wurden dabei durch einen einmaligen Steuereffekt in Höhe von etwa 30 Mio. Euro oder 0,10 Euro je Aktie positiv beinflusst: Die effektive Steuerrate lag im zweiten Quartal durch eine Einigung mit den Finanzbehörden hinsichtlich eines spezifischen Vorfalls bei lediglich 25 %.

CASHFLOW

- Der operative Cashflow für die ersten sechs Monate 2006 betrug 963 Mio. Euro (2005: 832 Mio. Euro). Der Free Cashflow3, 4 lag bei 832

Mio. Euro (2005: 720 Mio. Euro) und betrug 20 % (2005: 19 %) vom Gesamtumsatz. Zum 30. Juni 2006 verfügte SAP über liquide Mittel in Höhe von 2,5 Mrd. Euro (30. Juni 2005: 3,5 Mrd. Euro). Die gegenüber dem Vorjahr reduzierten liquiden Mittel resultieren vorwiegend aus gestiegenen Aufwendungen für Akquisitionen und Aktienrückkäufe im Jahr 2006.

AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMM

- Im ersten Halbjahr 2006 hat SAP 5,66 Mio. Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 165,72 Euro zurückgekauft (Gesamtbetrag: 938 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2005 hatte SAP 2,24 Mio. Aktien zurückgekauft. Zum 30. Juni 2006 verfügte das Unternehmen über 11,31 Mio. eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 139,79 Euro je Aktie im Bestand. Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm der SAP sieht die Möglichkeit des Erwerbs von bis zu 30 Mio. Aktien vor. Angesichts der starken Generierung von Free Cashflow3, 4 will SAP weiterhin Möglichkeiten prüfen, eigene Aktien zurückzukaufen.

AUSBLICK

SAP bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2006 und gibt nach wie vor den Ausblick, den sie auch am 20. April 2006 im Rahmen der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2006 bekannt gab:

  • SAP erwartet für 2006 ein Wachstum des Produktumsatzes in der Spanne von 13 % - 15 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Wachstumsrate basiert auf einem erwarteten Wachstum des Softwarelizenzumsatzes in der Spanne von 15% - 17% gegenüber dem Vorjahr.
  • SAP geht von einem Anstieg der Pro-forma-operativen-Marge3 im Jahr 2006 (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen) in der Spanne von 0,5 bis 1,0 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr aus.
  • SAP erwartet, dass das Pro-forma-Ergebnis je Aktie3 im Jahr 2006 (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen und der sonstigen Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen) in der Spanne von 5,80 Euro und 6,00 Euro je Aktie liegen wird.
  • SAP geht von einem durchschnittlichen US-Dollar/Euro-Wechselkurs von 1,23 US$ je 1 Euro aus.

REGIONALE ERGEBNISSE - Siehe Anhang

HÖHEPUNKTE IM 2. QUARTAL

  • Im zweiten Quartal 2006 hat SAP bedeutende Verträge in allen Regionen abgeschlossen. In der Region Amerika: Deloitte & Touche, FileNet, Jabil Circuit, TBC Corporation, The Home Depot. In der Region EMEA: Commerzbank AG, La Caixa, Ministry of Defense (Ukraine), Océ Technologies, Saint Gobain. In der Region Asien-Pazifik: China MinMetals, Japan Tobacco, Kumho Tire Co und Water Corporation.
  • Die SAP verbucht großen Erfolg mit ihrem Mittelstandsangebot: Am 14. Juni 2006 gab SAP bekannt, dass sich der zehntausendste Mittelstandskunde für die betriebswirtschaftliche Software SAP Business One entschieden hat. SAP Business One wurde im Jahr 2003 international auf den Markt gebracht.
  • SAP hat am 23. Mai 2006 den Abschluss mehrerer Vereinbarungen mit Neusoft Group, einem in China führenden Unternehmen für IT-Dienstleistungen und Schulungen, bekannt gegeben. Die Vereinbarungen sind Teil der Strategie, Kapazitäten von SAP in China für Kunden und Partner auszuweiten.
  • Auf der Kundenkonferenz SAPPHIRE ’06 in Paris Ende Mai hat SAP neue Werkzeuge, Strategien sowie die erste komplett service- fähige ERP-Suite präsentiert, mit denen Unternehmen die Roadmap einer Enterprise Service-Oriented Architecture (Enterprise SOA) beschleunigt umsetzen können.
  • Henning Kagermann, Shai Agassi und Léo Apotheker stellen auf der SAPPHIRE ’06 in Paris Pläne für eine erste Enterprise SOA-Anwendung vor. Die SAP-Vorstände erläuterten außerdem ihre Vorhaben für ein Netzwerk - den SAP xApp Hub -, das den Test, die Verteilung und Inbetriebnahme hunderter neuer Composite Applications (zusammengesetzte Anwendungen) vereinfacht.
  • SAP kündigte am 17. Mai 2006 die Einrichtung eines Investitionsfonds für Entwicklungen auf Basis der SAP-NetWeaver-Plattform in Höhe von 125 Mio. US$ an. Der Fonds adressiert unabhängige Softwareunternehmen (ISVs), die zusammengesetzte Anwendungen (Composite Applications) auf Basis der SAP-NetWeaver-Plattform entwickeln.
  • Auf ihrer internationalen SAPPHIRE ’06 in Orlando gab SAP am 17. Mai 2006 die Gründung eines neuen Geschäftsbereiches für Governance, Risk and Compliance Management (GRC) bekannt. Bereits am 4. April 2006 hatte SAP die Übernahme der US-amerikanischen Virsa Systems angekündigt. Das nicht börsennotierte Unternehmen ist führend bei Softwarelösungen für Compliance und Risk Management.
  • Auf der SAPPHIRE ’06 in Orlando gab SAP die allgemeine Verfügbarkeit der neuen mySAP ERP-Version bekannt. Die Standardsoftware für Enterprise Resource Planning hat mehr als 300 Produkterweiterungen.
  • Im Rahmen der SAPPHIRE '06 in Orlando haben SAP und IBM eine weltweite Kooperation angekündigt, um mittelständischen Unternehmen eine noch engere Integration zwischen den Lösungen mySAP All-in-One und IBM-Anwendungen zu bieten. Darüber hinaus erweitern die beiden Unternehmen ihre bestehende Vertriebspartnerschaft für mySAP All-in-One-Lösungen.
  • SAP stellte auf der SAPPHIRE '06 in Orlando mit den Industry Value Networks für die Konsumgüterindustrie, den Handel, die Hightech-Industrie sowie den öffentlichen Sektor vier weitere Branchenforen vor, in denen Kunden, Partner und SAP gemeinsam an der Umsetzung innovativer Lösungen und Integrationsszenarien für die wichtigsten Anforderungen der jeweiligen Branche arbeiten.
  • Auf der SAPPHIRE ’06 Orlando präsentierte SAP die erste Erweiterung der im Februar 2006 vorgestellten SAP CRM On-Demand-Lösung. Mit der neuen SAP Marketing On-Demand-Lösung können Marketingmanager Kunden zielgruppengerechter segmentieren und adressieren.
  • SAP und Microsoft bestätigen am 2. Mai 2006 die Auslieferung des neuen Produkts "Duet Software for Microsoft Office and SAP" im Juni 2006. Die Software ermöglicht Büroanwendern, über die ihnen bekannten Microsoft-Office-Anwendungen auf SAP-gestützte Geschäftsprozesse und Daten zuzugreifen. Rund 100 gemeinsame Pilotkunden und Partner haben das Produkt seit Ende 2005 erfolgreich getestet.

Telefonkonferenz / Internetübertragung / Ergänzende Finanzinformationen

Der Vorstand der SAP AG wird am Donnerstag um 14 Uhr in New York in einer Analysten- und Investorenkonferenz die Ergebnisse des 2. Quartals und des 1. Halbjahres 2006 erläutern. Die Konferenz wird live im Internet unter http://www.sap.de/investor übertragen und anschließend als Aufzeichnung (Replay) zur Verfügung stehen. Weitere Finanzinformationen zu den Ergebnissen sind ebenfalls auf diesen Internetseiten verfügbar.

Fussnoten

1) Angaben zu währungsbereinigten Veränderungen von Umsätzen und Betriebsergebnis basieren auf den Werten, die sich ergeben, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Fremdwährungsabschlüsse des Jahres 2006 nicht mit den Durchschnittskursen des Jahres 2006, sondern mit den entsprechenden Durchschnittskursen des Vorjahres umgerechnet werden. Der Vorstand erachtet die Angabe von solchen währungsbereinigten Veränderungen als wichtige Zusatzinformation für die Kapitalmärkte, die einen Eindruck davon vermittelt, wie sich die Unternehmensleistung unbeeinflusst von Währungsveränderungen entwickelt hätte.

2) In vorangegangenen Quartalen ermittelte die SAP den Marktanteil weltweit auf Basis der Vergleichsgruppe Microsoft Corp. (nur Segment Unternehmenssoftware), Oracle Corp. (nur Segment Unternehmenssoftware) und Siebel Sytems, Inc. Auf Grund der starken Konsolidierung unter den größeren Anbietern in der Softwarebranche ist SAP der Auffassung, dass diese Vergleichsgruppe zu klein geworden ist, um eine angemesse Bewertung der Entwicklung des Softwareumsatzes darzustellen. Aus diesem Grund wird SAP ab sofort den Anteil auf Basis der Anbieter von "Core Enterprise Applications" berechnen. Der Gesamtsoftwareumsatz dieser Anbieter wird von SAP auf rund 16 Mrd. US$ beziffert. Die Zahlen stützen sich auf Angaben von Branchenanalysten. Für das Jahr 2006 rechnen Branchenanalysten mit einem Wachstum der Anbieter von "Core Enterprise Applications" von rund 4%. Für die Berechnung der Anteile auf Quartalsbasis nimmt die SAP an, dass dieses Wachstum nicht linear erfolgen wird. Stattdessen werden quartalsweise Anpassungen auf Basis der Umsatzentwicklung einer Untergruppe (ca. 30 Unternehmen) der Anbieter von "Core Enterprise Applications" vorgenommen.

3)Pro-forma-Kennzahlen:

Diese Pressemitteilung enthält Kennzahlen wie Pro-forma-Betriebsergebnis, Pro-forma-operative-Marge und Pro-forma-Aufwendungen, Pro-forma-Konzernergebnis und Pro-forma-Ergebnis je Aktie, Pro-forma-EBITDA sowie Angaben zu währungsbereinigten Veränderungen von Umsätzen und Betriebsergebnis. Diese Pro-forma-Kennzahlen werden nicht auf der Basis eines US-GAAP-Rechnungslegungsstandards ermittelt und deshalb auf die nächste durch US-GAAP-Rechnungslegungsstandards regulierte Größe übergeleitet. Die Proforma-Kennzahlen, die von der SAP ermittelt werden, können sich von denen anderer Unternehmen unterscheiden. Kennzahlen dieser Art sollten deshalb nicht als Ersatz, sondern stets als Zusatz zu Betriebsergebnis, operativer Marge, Cashflow oder anderen durch US-GAAP-Rechnungslegungsstandards regulierten Größen gesehen werden.

SAP erachtet die Pro-forma-operativen-Aufwendungen und das aus ihnen resultierende Pro-forma-Betriebsergebnis, die Pro-forma-operative-Marge, das Pro-forma-Konzernergebnis und das Pro-forma-Ergebnis je Aktie als wichtige Zusatzinformation für die Kapitalmärkte im Hinblick auf die Ertragskraft der Kerngeschäftsfelder der SAP. Die veröffentlichten operativen Pro-forma-Kennzahlen werden entsprechend in der internen Steuerung der SAP verwendet. Das Pro-forma-Betriebsergebnis bildet zudem neben dem Softwareerlöswachstum den wichtigsten Maßstab für die erfolgsabhängige Managementvergütung.

Die Aufwendungen, die bei der Ermittlung von Proforma-operativen-Aufwendungen, Pro-forma-Betriebsergebnis, Pro-forma-operativer-Marge, Pro-forma-Konzernergebnis und Pro-forma-Ergebnis je Aktie eliminiert werden, sind wie folgt definiert:

  • Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungsprogramme umfassen die Aufwendungen für die von SAP eingesetzten aktienorientierten Vergütungsprogramme gemäß US-GAAP sowie Aufwendungen für die Ablösung von aktienorientierten Vergütungsprogrammen im Zusammenhang mit Verschmelzungen oder Akquisitionen. Aufwendungen für aktienorientierte Vergütungsprogramme werden eliminiert, da die Höhe der Aufwendungen nicht mehr im Einflussbereich des Unternehmens steht, sobald ein solches Programm beschlossen wurde und die Vergütungsinstrumente an die Mitarbeiter ausgegeben wurden.
  • Akquisitionsbedingte Aufwendungen enthalten Abschreibungen auf in Akquisitionen von Unternehmen oder geistigem Eigentum erworbene identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände.
  • Außerplanmäßige Abschreibungen enthalten voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen.

4) Der Vorstand der SAP betrachtet EBITDA und Free Cashflow als weitverbreitete und aussagekräftige Kennzahlen zur Beurteilung der operativen Ertragskraft eines Unternehmens. Kennzahlen dieser Art sollten nicht als Ersatz sondern stets als Zusatz zu Betriebsergebnis, Cashflow oder anderen durch US-GAAP-Rechnungslegungsstandards regulierten Größen gesehen werden.

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