Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI): Lehrlinge dringend gesucht!

Imagekampagne soll ab sofort akutem Fachkräftemangel entgegenwirken - Aktuelle Umfrage: 98 Prozent der Unternehmen sehen Probleme bei Wettbewerbsfähigkeit

Wien (PWK489) - Eine soeben abgeschlossene Umfrage der Maschinen-und Metallwarenindustrie bestätigt, dass sich bereits heute für 98% der Unternehmen der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften kritisch auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. "Viele unserer Unternehmen können die angebotenen Lehrstellen nicht mehr besetzen. Darüber hinaus fehlen ausgelernte Fachkräfte ebenso wie Ingenieure und Diplomingenieure. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen", fasst FMMI-Obmann Clemens Malina-Altzinger die Kernaussagen der Umfrage zusammen.

Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage für qualifizierte Mitarbeiter wird weiter aufgehen, das Ungleichgewicht wirkt sich in weiterer Folge deutlich auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aus. "Neben der allgemeinen Skepsis gegenüber technischen Berufen kämpft die Maschinen- und Metallwarenindustrie damit, dass Jugendliche keine oder falsche Vorstellungen von der Branche haben. "Mit unserer neuen Imagekampagne in Form von TV-Spots und der dazu passenden Homepage www.metallkannmehr.at wollen wir die Botschaft vermitteln: Metall kann mehr als du denkst. Die Maschinen- und Metallwarenindustrie benötigt daher vom Lehrling bis zum Diplom-Ingenieur Entwickler und Forscher. Unsere technologisch hoch entwickelten Unternehmen bieten dafür eine interessantes Arbeitsumfeld mit ausgezeichneten Berufsaussichten und Karrierechancen", erklärt Malina die Motivation für die Informationsoffensive.

TV-Spot und Homepage www.metallkannmehr.at ab sofort im ORF "on Air".
"Aufmerksamkeit erregen, das Interesse für die Branche wecken und die Zielgruppen dazu animieren, mehr Informationen einzuholen", so beschreibt Berndt-Thomas Krafft, MMI-Geschäftsführer, die vorrangigen Ziele, die man mit der neuen Imagekampagne erreichen will. Dafür wurde ein TV-Spot konzipiert, der sich durch eine besonders moderne und dynamische Gestaltung auszeichnet. Unter anderem lebt der Spot auch von seiner Musik, der modernen Oper "Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen", die mit Unterstützung des Komponisten Walter Werzowa maßgeschneidert wurde.

Der Spot ab sofort in einer ersten Tranche sechs Wochen lang auf ORF zu sehen sein. Parallel dazu bietet eine eigens für diesen Anlass gestaltete Homepage www.metallkannmehr.at viele Informationen einerseits zum TV-Spot selbst, andererseits rund um das Thema Ausbildung und Karrieremöglichkeiten in der Maschinen- und Metallwarenindustrie. Darüber hinaus laden zahlreiche spannende Gimmicks, wie Play Movies, Movie Credits dazu ein, sich noch intensiver mit der Thematik zu beschäftigten. Das langfristige Ziel ist laut Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie, mit der Informationsoffensive wieder mehr Menschen für eine technische Ausbildung zu gewinnen und damit den Mangel an Techniker-Nachwuchs zu stoppen. Nur so kann nachhaltig die erfolgreiche Entwicklung der Branche gesichert werden.

Eine aktuelle Umfrage unter den rund 1.600 Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenindustrie zeichnet ein besorgniserregendes Bild: Rund 98 Prozent der Unternehmen sehen den Mangel an Fachkräften für ihre Wettbewerbsfähigkeit bereits als kritisch an. Die Betriebe klagen darüber, dass sie rund 10 Prozent der Lehrstellen nicht besetzen können. Hauptgründe dafür sind entweder zuwenig Bewerber, aber auch eine leider oftmals unzureichende Qualifikation der Interessenten oder auch die mangelnde Bereitschaft einen längeren Weg zum Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen. Bei den Facharbeitern stellt sich die Situation noch kritischer dar. Bereits 60 Prozent der ausgewerteten Unternehmen suchen vergebens Facharbeiter mit den entsprechenden Qualifikationen. 40 Prozent können ihren Bedarf an technischen Spitzenkräften überhaupt nicht decken. Etwas besser ergeht es den Unternehmen mit HTL-Absolventen, deren Bedarf im Wesentlichen gedeckt werden kann. Leichte Defizite gibt es nur bei der Fachrichtung Maschinenbau, wo im Augenblick 60 Stellen bei den ausgewerteten Unternehmen nicht besetzt werden können. Auch bei den Akademikern spüren die Betriebe der Maschinen- und Metallwarenindustrie das mangelnde Interesse an einer technischen Ausbildung.

Trotz überaus starker Nachfrage und ausgezeichneter Berufschancen gibt es viel zuwenig Absolventen der Studienrichtung Maschinenbau. Rund 40 Prozent der Unternehmen beklagen daher einen Mangel an geeigneten Experten. Als Alternative kommen für die Betriebe durchaus auch Absolventen einer Fachhochschule in Betracht, allerdings fehlt es hier zurzeit noch an entsprechenden fachspezifischen Studienrichtungen. Auch die zukünftige Entwicklung in Bezug auf qualifizierte ArbeitnehmerInnen wird laut Umfrageergebnis kritisch eingeschätzt. Immerhin sehen 88 Prozent der Unternehmen eine Verschärfung der Situation in den kommenden fünf Jahren.

Der Fachverband MASCHINEN & METALLWAREN Industrie (MMI)
Der Fachverband ist die gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt mit über 1.600 Unternehmen und ca. 160.000 Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist daher, die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenindustrie im internationalen Wettbewerb zu sichern. (us)

Pressetext, Grafiken und das Sujet zum TV-Spot finden Sie unter www.fmmi.at -> Presse
Die Homepage zum TV-Spot: -> www.metallkannmehr.at

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Fax: (++43) 1 505 10 20
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