Hofer: Immer mehr Jugendliche auf Lehrstellensuche

FPÖ: Kosten des Lehrlings sind in der Berufsschulzeit von der öffentlichen Hand zu tragen

Wien (OTS) - Für Jugendliche in Österreich wird es zunehmend schwieriger, eine Lehrstelle zu finden. Es kommt durchaus vor, daß Schulabgänger hunderte Bewerbungen schreiben und trotzdem bei keinem Lehrbetrieb aufgenommen werden.

Neben den rund 5.000 Jugendlichen, die wegen der fehlenden betrieblichen Lehrstellenplätze in Auffangkursen ausgebildet werden, gibt es zusätzlich rund 10.000 Jugendliche, die entweder eine Lehrstelle suchen oder kurzfristige AMS-Kurse absolvieren und daher in naher Zukunft auch einen Ausbildungsplatz brauchen.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Dieses Schicksal einer erfolglosen Lehrstellensuche trifft also mit steigender Tendenz rund 15.000 Lehrstellensuchende in Österreich. Als Anreiz zur Einstellung von Lehrlingen und um der dualen Ausbildung wieder zu einem höheren Stellenwert zu verhelfen, schlagen wir vor, die Kosten der Berufsschulzeit von der öffentlichen Hand begleichen zu lassen. Dies soll auch eine Ausgleichsmaßnahme zu den Schülern mittlerer und höherer Schulen darstellen, denen der Staat ihre Bildung zum überwiegenden Teil bezahlt."
Dies sei auch deshalb notwendig, da es zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr als unklar sei, ob der am 1. September 2005 gestartete Blum-Bonus zur Förderung zusätzlicher Lehrstellen überhaupt verlängert werde. Wenn dieser wie derzeit geplant am 31. August 2006 auslaufe, sei ein zusätzlicher Handlungsbedarf der Verantwortlichen zur Schaffung von Lehrstellen gegeben, so Hofer weiter.

Die Kosten des Modells, das nun die FPÖ vorschlägt, betragen bei 120.000 Lehrlingen in Österreich rund 100 Millionen Euro.

Hofer: "Es handelt sich dabei jedoch nicht nur um eine Form der Jugendförderung, es ist dies auch eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme sowie eine effektive Form der Wirtschaftsförderung für unsere Klein- und Mittelbetriebe, welche das Rückgrat der dualen Ausbildung in Österreich sind."

Mit diesem Modell wird zudem dem Trend entgegengewirkt, daß immer mehr Lehrlinge in wenig produktiven geschützten Bereichen außerhalb der Betriebe zu Lasten ihrer Ausbildungsqualität ausgebildet werden.

Norbert Hofer: "Der erste Weg von Jugendlichen nach der Schule soll in die Arbeitswelt und nicht zum Arbeitsmarktservice führen. Außerdem kann auf diese Weise ein Beitrag geleistet werden, dem in naher Zukunft drohenden Fachkräftemangel vorbeugend entgegen zu wirken."

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