Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Das Kapital "Jugend" (von Claudia Grabner)

Ausgabe 20.07.2006

Klagenfurt (OTS) - Manche schweben so weit abgehoben auf einer
Wolke namens sieben, dass sie - bei allem "ehrlichen" Bemühen - nicht wissen können, was das Fußvolk da unten treibt. Unverständlich wird deren Unverständnis dann, wenn sie trotz exakter "Tatsachen-Übermittlung" die Lebensrealität der am Boden Gebliebenen ignorieren. 100.000 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren ohne faire Chance auf eine gesicherte Zukunft: Wen zwickts?

Tatenlos und Taten verdrehend (Stichwort: eine nie dagewesene Beschäftigungsquote) beraubt sich ein Land seines wertvollsten Kapitals, seiner wichtigsten Ressource: der Jugend. Sie ist Zukunft. In welcher Form sie diese letztlich gestalten KANN - das liegt im Verantwortungsbewusstsein der Älteren.
Ein Staat definiert sich über den Grad der Hoffnung(slosigkeit) seiner jungen Menschen. Oder: Wer Unkraut sät, wird Unkraut ernten ...

Die "gesunde" Konjunktur eines Landes beginnt mit der Seriosität seines Bildungsangebotes. Und hier endet sie auch! Dort, wo man die Jugend um ihre Chancen bringt, bringt sich der Staat um seine Entwicklung. 100.000 junge Menschen ohne Aussicht auf ein erfüllendes Berufsleben. 51.000 Jugendliche ohne Job. Frage: Kann sich Österreich das wirklich leisten?

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