AMS Wien: Wiedereinsteigerinnen-Förderung ist sinnvoller Ansatz

25 Prozent Weiterbeschäftigung wäre sehr gutes Ergebnis

Wien (OTS) - Das AMS Wien erprobt bei der Jobvermittlung von
Frauen nach der Karenz ein neues Modell. Dabei werden Unternehmen, die Wiedereinsteigerinnen einstellen, einen Monat lang 100 Prozent der Lohn- und Lohnnebenkosten ersetzt. Zwischen Ende Juli und Mitte August werden bei der Handelskette Billa 70, bei Interspar 80 und bei Merkur 95 Wiedereinsteigerinnen zu arbeiten beginnen.

Die Kritik an dieser Aktion weist das AMS Wien zurück. "Wir haben gerade für diese Zielgruppe auch in Zusammenhang mit Kinderbetreuungsplätzen viel getan, den Frauen auch Qualifizierungen angeboten, viele wollten jedoch lieber arbeiten gehen", sagt AMS Wien-Chefin Claudia Finster. Handelsketten hätten seit Beginn dieses Jahres offene Stellen gemeldet, allerdings habe deren Zeitschema, das vielfach Wechseldienste umfasst, für Frauen mit Kinderbetreuungspflichten nicht gepasst. Andererseits seien die Qualifikationen vieler Wiedereinsteigerinnen für die angebotenen Stellen zu niedrig gewesen.

Daraufhin habe das AMS Wien mit den Handelsketten eine Vereinbarung dahingehend geschlossen, dass diese Arbeit suchende Frauen mit einer einmonatigen Förderung einstellen und im Gegenzug einerseits ihre Arbeitszeitmodelle entsprechend anpassen - das heißt:
kinderbetreuungsfreundliche Arbeitszeiten anbieten - und andererseits 25 Prozent dieser Frauen nach Ablauf des Monats weiter beschäftigen. "Sollte sich dieses Modell aus dem einen oder anderen Grund nicht als zielführend erweisen, wird es eingestellt", so Finster. Richtig ist jedoch, dass Frauen, die nicht bereit sind, eine derartige Beschäftigung anzunehmen, nach Prüfung der Zumutbarkeitsbestimmungen mit einer Einstellung ihres Arbeitslosengeldbezuges rechnen müssen. Dies vor allem deswegen, weil nun eine Beschäftigung in den von den Frauen selbst angegebenen Arbeitszeiten und Ausmaßen möglich ist.

Dem Argument, die Handelsketten ließen sich über diese Aktion lediglich kostenlose Urlaubsvertretungen finanzieren, tritt Finster entschieden entgegen: "Diese Betriebe haben ihre Arbeitskräftebedarfe seit Beginn dieses Jahres gemeldet. Sollten die Firmen 25 Prozent der Frauen behalten, so wäre dies ein tolles Ergebnis."

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