ÖGJ-Lindner: Der B-Schein darf nicht mehr als 1.000 Euro kosten!

Arbeitsfreier Prüfungstag nimmt Belastung von den Jugendlichen

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Die ÖGJ begrüßt die Forderung der Arbeiterkammer nach transparenteren Preisvergleichen bei Fahrschulen. "Gleichzeitig fordern wir eine Preisobergrenze von 1.000 Euro für den B-Schein, höhere Preise stellen für Jugendliche eine große Belastung dar. Zusätzlich dazu muss der Tag des erstmaligen Antretens zur Führerscheinprüfung für alle Lehrlinge entgeltlich arbeitsfrei sein, wie das im Metallbereich bereits der Fall ist", sagt der Bundesjugendsekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Schon lange protestiert die österreichische Gewerkschaftsjugend gegen die Situation bei der Fahrschulausbildung, die Jugendlichen beim Erwerb des Führerscheins das Leben schwer macht, und fordert konkrete Maßnahmen zur Verbesserung dieses Zustandes.++++

Wie eine Studie der Arbeiterkammer vom Frühjahr 2006 belegt, verlangen Fahrschulen für die Fahrausbildung noch immer zu hohe Preise. So müssen für den B-Führerschein im Durchschnitt 1.545 Euro bezahlt werden, Zusatzkosten für Lernunterlagen oder Erste-Hilfe-Kurse sind hier noch nicht mit einberechnet. Für Lehrlinge bedeutet das, dass sie bis zu drei Monatsentschädigungen für ihren B-Schein ausgeben müssen, und das ist nur eine von vielen Hürden, die Jugendlichen den Erwerb des Führerscheins schwer machen:
Die Studie hat auch in Bezirken Kärntens, Niederösterreichs und Vorarlbergs bei Fahrschulen identische Ausbildungspreise festgestellt, die auf Preisabsprachen hindeuten. "Diese schikanöse Situation ist Jugendlichen nicht zumutbar, und sie wirkt wie blanke Ironie gegenüber den Aussagen der Wirtschaft, die mehr Mobilität von den arbeitenden Jugendlichen verlangt", so Lindner abschließend. (ts)

ÖGB, 19. Juli
2006 Nr. 498

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