Grasser: "Darf sich ein Finanzminister nicht mehr zum Mittagessen einladen lassen?"

Finanzminister Karl-Heinz Grasser kontert die Vorwürfe zu seinem Yachtausflug im NEWS-Interview und will Minister bleiben.

Wien (OTS) - In einem Interview in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS geht Finanzminister Karl-Heinz Grasser offensiv auf die Vorwürfe gegen ihn wegen eines Yachtausflugs auf Einladung von Banker Julius Meinl ein: "Dieser Kurzbesuch war völlig unbedenklich. Darf sich ein Finanzminister nicht mehr zum Mittagessen einladen lassen? Ich habe dort wahrscheinlich zwei Mal zu Abend gegessen und drei Mal zu Mittag gegessen."

Grasser bereitet sich sichtlich auf sein erneutes Antreten als Finanzminister für Wolfgang Schüssel vor: "Die Herausforderung ist nach wie vor da. Ich fühle mich als liberaler Finanz- und Wirtschaftspolitiker und glaube, dass es zuwenig liberales Denken in Österreich gibt. Wir haben schon sehr viel erreicht, aber wenn der Kanzler mit einer engagierten Mannschaft antritt und sagt, wir wollen Österreich ganz an die Spitze in Europa bringen, dann ist das sicher reizvoll.
Befragt, ob ihm die Hochzeit mit Fiona Swarovski politisch geholfen habe, meint Grasser: "Ich habe immer versucht, Beruf und Privat zu trennen." Auf die Frage, warum er nicht einfach zu seinem Jet-Set-Leben stehe, antwortet der Minister: "Ich bin sicher nicht der typische Politiker und Minister. Und ich bin stolz darauf, dass ich das nicht bin. Ich möchte kein fader, althergebrachter Parteipolitiker sein, der die Partei braucht, um sein Leben zu finanzieren."

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