Rekordspritpreise: AK Kärnten fordert rasche Entlastung der Pendler

Mehreinnahmen des Finanzministers für Autofahrer einsetzen

Kärnten (OTS) - Eine rasche Entlastung der Autofahrer durch eine Erhöhung des Kilometergeldes und des Pendlerpauschales fordert die Arbeiterkammer Kärnten angesichts der Rekordspritpreise. Immerhin fließen pro Cent Verteuerung bei Treibstoff 12,6 Millionen Euro aus der Mehrwertsteuer in die Kasse des Finanzministers.

Vor allem für die rund 100.000 Pendler, die in Kärnten täglich mit dem Auto zum Arbeitsplatz fahren müssen, ist die neuerliche Preiserhöhung eine enorme finanzielle Belastung. Der Preis für Eurosuper ist in Kärnten in den letzten drei Jahren um 35,7 Prozent gestiegen, der Dieselpreis um 52,1 Prozent. Für einen 50-Liter-Tank sind das bei Eurosuper 15,4 Euro, bei Diesel 18,3 Euro, die mehr in den Tank fließen. Ein Pendler, der täglich 20 Kilometer zur Arbeit fährt, hat Mehrkosten allein fürs Tanken von 114 Euro pro Jahr, falls er Eurosuper tankt. Für ein Dieselauto betragen die jährlichen Mehrkosten 135,6 Euro.

"Es muss daher zu einer raschen finanziellen Entlastung der Pendler kommen", fordert AK-Präsident Günther Goach den Finanzminister auf und verweist auf eine aktuelle Pendlerstudie der AK, wonach Pendler bis zu einen Viertel ihres Einkommens für die berufliche Mobilität ausgeben müssen.

"Daher müssen die Mehreinnahmen des Finanzministers aus den Treibstoffpreiserhöhungen sofort zur finanziellen Entlastung der Pendler eingesetzt werden", fordert Goach. Weil die Mehrwertsteuer bei jeder Treibstoffpreiserhöhung automatisch mitwächst, sind dem Finanzminister allein im Vorjahr 214 Millionen Euro Mehrwertsteuer in den Schoß gefallen.

Die AK verlangt, dass diese Mittel zur Entlastung der Pendler eingesetzt werden müssen und fordert folgende Maßnahmen:eine Erhöhung des Kilometergeldes auf mindestens 42 Cent, die Anhebung des Pendlerpauschales um weitere 15 Prozent, eine Erhöhung der Negativsteuer von 110 auf 220 Euro, die Anhebung des Verkehrsabsetzbetrages und den Wegfall der Umsatzsteuer auf die Mineralölsteuer.

Dass die Arbeitnehmerförderung des Landes Kärnten, aus der auch die Pendler unterstützt werden, in einem Vertrag zwischen AK und Land langfristig abgesichert worden ist, bezeichnet Goach vor dem Hintergrund der hohen Belastungen der Pendler als wichtige Maßnahme. Im Vorjahr hat die AK an 32.700 Antragsteller rund 4,5 Millionen Euro ausbezahlt. Fast die Hälfte der Antragsteller verdienten weniger als 928 Euro.

Wie die Treibstoffpreisanalysen der Autofahrerorganisationen zeigen, gibt es in Kärnten beträchtliche Preisunterschiede, wenn auch auf hohem Niveau. Preisvergleiche zahlen sich auf jeden Fall aus, rät die AK. Denn wie die Preisvergleiche zeigen, tankt man bei Diskontern noch immer deutlich billiger.

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