AK lässt Klage der Fahrschulen prüfen

AK Preiserhebung zeigte für B-Führerscheinausbildung unübersichtliche Preisgestaltung

Wien (OTS) - "Endlich mehr Preistransparenz" erwartet sich die AK
in einer ersten Reaktion auf die Klage von fünf Fahrschulen. Die Fahrschulen stoßen sich an einzelnen Kritikpunkten der AK anlässlich ihrer jüngsten Fahrschulpreiserhebung. "Wir lassen die Klage prüfen", sagt AK Expertin Dorothea Herzele. Die AK bekräftigt weiterhin ihre Kritik an unübersichtlichen und teilweise hohen Preisen bei der B-Führerscheinausbildung. Im Übrigen gewinnt die AK der Klage auch Positives ab: "Durch das angestrebte Verfahren könnte für Konsumenten endlich Licht in die unübersichtliche Preisgestaltung der Fahrschulen gebracht werden", sagt Herzele.

Bereits seit 1998 lässt die AK regelmäßig durch das Marktforschungsinstitut Kreutzer, Fischer & Partner die Preise der Fahrschulen unter die Lupe nehmen. Hierbei zeigt sich, dass es für Konsumenten immer schwieriger wird, Preise und Leistungen zu vergleichen. Besonders deutlich beweisen das die Ergebnisse der Ende April dieses Jahres durchgeführten telefonischen Erhebung: Die Marktforscher erhoben die Preise für die Ausbildung zum B-Führerschein von über 300 Fahrschulen in acht Bundesländern. Das Ergebnis: Durch mangelnde Preisauszeichnung, vor allem im Internet verbunden mit teilweise recht hohen Preisen sind die endgültigen Ausbildungskosten für junge Führerscheinkandidaten und deren Eltern im Vorhinein kaum überschaubar. Darüber hinaus stellten die Marktforscher in einigen Regionen auch gleiche Preise bei den Fahrschulen fest.

Die AK kritisiert seit Jahren die intransparenten Preise bei der Führerscheinbildung und hat beispielsweise Ende Oktober 2005 und Anfang Jänner 2006 vom Kartellgericht Recht bekommen. Der Anlass:
Fünf Fahrschulbetreiber in Graz verlangten 2004 für die Führerscheinausbildung gleiche Preise. Das Kartellgericht hat nach Anträgen der Bundeswettbewerbsbehörde ein Bußgeld von insgesamt 80.000 Euro verhängt. Für betroffene Fahrschüler hat die AK Schadenersatzklagen eingebracht.

Als einen ersten Schritt verlangt die AK eine Informationsplattform, ähnlich dem Telefon-Tarifkalkulator im Internet, damit die Konsumenten endlich einen einfachen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen können. Außerdem müssen die Fahrschulen durch die zuständigen Aufsichtsbehörden wirksam kontrolliert werden.

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