SP-Stürzenbecher ad VP-Dworak: Denkmalgeschützte Werkbundsiedlung wird sorgfältig generalsaniert

Zeitverzögerung durch umfangreiche Untersuchungen bedingt

Wien (SPW-K) - "Wie auch VP-Gemeinderat Dworak weiß, ist die fix vorgesehene Generalsanierung der denkmalgeschützten Werkbundsiedlung in Wien-Hietzing ein bautechnisch besonders schwieriges Unterfangen. Die Realisierung muss daher genau geplant und mit den strengen Auflagen des Denkmalschutzes in Einklang gebracht werden. Die von Dworak neuerlich - im Monatsrhythmus -kritisierte Zeitverzögerung ist vor allem auf die deutlich umfangreicheren notwendigen Arbeiten als ursprünglich angenommen, zurückzuführen. Jedenfalls sollen noch heuer gemeinsame Vorbereitungsarbeiten von der Stadt Wien und dem Bundesdenkmalamt für die Ausarbeitung eines umfassenden Sanierungskonzeptes erfolgen. Für Husch-Pfusch-Aktionen analog zahlreicher Maßnahmen der schwarzblauorangen Bundesregierung ist die Stadt Wien auch bei dem so diffizilen Vorhaben jedenfalls nicht zu haben", stellte Mittwoch der Vorsitzende des Wohnenausschusses des Wiener Gemeinderates, Dr. Kurt Stürzenbecher, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Ausführungen des VP-Politikers fest.

"Ich kann nur wiederholen, dass die ersten genaueren bautechnischen Untersuchungen ergeben haben", so Stürzenbecher weiter, "dass die Konstruktion der Häuser unterschiedlich gestaltet ist. So hat man bei einigen Objekten festgestellt, dass sie nur im unteren Bereich gemauert, im oberen Bereich jedoch in Holz ausgeführt wurden, Ein weiteres großes Problem ist auch die starke Grundwasserentwicklung, die über die langen Jahre hinweg zu einer Schädigung der Bausubstanz geführt hat. Eine Kernfrage ist nun, ob die Sanierung der Häuser allein genügt oder ob eine generelle Ableitung des Grundwassers notwendig ist". Nicht zuletzt, so Stürzenbecher weiter, sei auch die gemischte Besitzstruktur - die Mehrzahl der Häuser gehöre der Stadt, ein kleiner Teil privaten Eigentümern - zu berücksichtigen und die Interessen auf einen Nenner zu bringen. Stürzenbecher: "Die u.a. von so profilierten Architekten wie Adolf Loos, Walter Loos, Josef Frank, Margarete Schütte-Lihotzky, Clemens Holzmeister und Josef Hoffmann geplante und 1932 errichtete Werkbundsiedlung als ein städtebaulich Richtung weisendes Projekte des Siedlungswohnbaus in Wien wird in ihrem Bestand auf jeden Fall gesichert, mit der Generalsanierung nach Klärung noch offener Fragen so rasch wie möglich begonnen", betonte der SP-Mandatar.

Abschließend betonte Stürzenbecher, dass die Häuser der Siedlung keinesfalls - wie von Dworak durchaus der Eindruck vermittelt worden wäre - nahezu einsturzgefährdet wären. Er erinnerte zudem daran, dass die Anlage bereits 1984 saniert worden sei und deshalb "die teilweise heftige Kritik des VP-Politikers übertrieben und unseriös ist. Mit einer versuchten Panikmache - bezeichnenderweise wenige Wochen vor einer Wahl - ist niemandem, am wenigsten den Bewohnern der Werkbundsiedlung, gedient", stellte Stürzenbecher abschließend fest. (Schluss)

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