Seniorenbundobmann Khol: Pflege ist Zukunftsthema Nr. 1!

Informationskonferenz in Tirol -auf dem Weg zum neuen seniorenpolitischen Programm

Innsbruck (OTS) - Gestern Abend fand in Innsbruck die letzte der bundesweiten Informationskonferenzen des Österreichischen Seniorenbundes statt. Unter dem Vorsitz von Landesobmann BR.GR. Helmut Kritzinger wurde das vorläufige Diskussionspapier "Senioren. Zukunft. Leben." zur zukünftigen Seniorenpolitik den rund 200 Funktionären und Meinungsbildnern des Tiroler Seniorenbundes präsentiert und anschließend mit ihnen diskutiert. Inhaltlicher Höhepunkt der Konferenz war das Grundsatzreferat von Bundesobmann Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol.

Die bundesweiten Informationskonferenzen dienen dazu, die Ergebnisse der von Khol initiierten "Denkwerkstatt" zu diskutieren. Diese waren am 21. April auf dem großen österreichischen Seniorenkongress in Wien der Öffentlichkeit präsentiert worden. Für die "Denkwerkstatt" wurden von mehr als 30 der führenden Wissenschafter und Experten Österreichs Fachbeiträge zur zukünftigen Seniorenpolitik erarbeitet. Der thematische Bogen der "Denkwerkstatt" spannt sich von der nachhaltigen Sicherung des Pensionssysteme über Gesundheits- und Pflegewesen bis hin zur ökosozialen Marktwirtschaft und dem Thema Sicherheit. Religion ist ebenso ein Thema wie Sexualität im Alter.

In Innsbruck nahm Bundesobmann Khol zum Schwerpunktthema Pflege Stellung: "Die steigende Lebenserwartung, die wir als großes Glück für unsere Gesellschaft sehen, wird in naher Zukunft zu einem steigenden Pflegebedarf führen", so Khol, der in diesem Zusammenhang auf das "völlig neue Pflegekonzept" des Seniorenbundes hinwies. Besonders wichtig sei dabei der Bereich der Ausbildung: "Alle Pflegeberufe, vom Lehrberuf bis zum akademischen Grad, sollten aufgewertet werden. Zudem sollte in der Öffentlichkeit die Wichtigkeit der Pflegeberufe bewusster gemacht werden: Denn diese kommen nicht nur den Älteren zugute, sondern bieten gerade den Jüngeren große Chancen auf dem Arbeitsmarkt." Begleitend und unterstützend dazu sei es außerdem wichtig, ein umfassendes Forschungskonzept im universitären Bereich durchzusetzen. "Wir treten für die Schaffung von Instituten für Pflegeforschung an den österreichischen Universitäten ein", präzisierte Khol.

Da vor allem Angehörige nach wie vor wichtige Aufgaben in der Pflege übernehmen, sollen diese stärker unterstützt und ihre Leistung anerkannt werden. Khol: "Die Leistung der pflegenden Angehörigen muss durch konkrete Maßnahmen, wie etwa Beratungsangebote und die Möglichkeit einer versicherungsrechtlichen Absicherung, aktiv unterstützt werden."

Die Ergebnisse der Diskussion in Innsbruck werden - wie die Diskussionsergebnisse der Informationskonferenzen in den anderen Bundesländern - im Laufe des Sommers in das Programmpapier des Österreichischen Seniorenbundes eingearbeitet. Die detaillierten Fachbeiträgen der Teilnehmer der "Denkwerkstatt" werden im Herbst auch in Buchform herausgegeben werden.

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