ÖAMTC: Freiheit mit Risiko - Sechs Motorradfahrer verunglückten vergangene Woche tödlich

Blutzoll bei Zweiradfahrern in den Sommermonaten am höchsten

Wien (OTS) - 25 Motorradfahrer starben von Ende Mai bis gestern
bei Unfällen auf Österreichs Straßen. Alleine sechs davon vergangene Woche. Schönes Wetter, trockene Fahrbahn, warme Temperaturen - die besten Bedingungen für die "Freiheit auf zwei Rädern". Der Preis dieser Leidenschaft kann aber hoch sein. "Zu wenig Fahrpraxis und mangelnde Fahrzeugbeherrschung gepaart mit Selbstüberschätzung und einer nicht angepassten Fahrgeschwindigkeit sind für einen Großteil der Motorradunfälle verantwortlich. Der kleinste Fahrfehler kann dabei fatale Konsequenzen haben", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. "Nur bei acht Prozent aller Motorradunfälle ist die Fahrbahn nass. Die schwersten Unfälle passieren meist dort, wo sich die Fahrer besonders sicher fühlen."

Rund 60 Prozent aller Motorradunfälle (inkl. Leichtmotorrad) passierten im Vorjahr zwischen Juni und September. 2005 starben 98 Menschen als Motorradfahrer, 3367 wurden verletzt, davon 3098 Fahrer und 269 Mitfahrer. "Das Motorrad ist das Verkehrsmittel mit dem höchsten Risiko, tödlich oder schwer zu verunglücken. Fast 13 Prozent aller Getöteten im Straßenverkehr waren im Vorjahr Motorradfahrer", sagt Donosa.

Unfallursachen bei Alleinunfällen sind vor allem nicht angepasste Geschwindigkeit und "sonstiges Fehlverhalten des Fahrzeuglenkers". Neben der umsichtigen Fahrweise hat die Bekleidung wichtige Schutzfunktion. "Unerlässlich, auch bei größter Sommerhitze, ist der passende Helm", erinnert die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Letztlich kann jeder Einzelne nur im Zuge eines Fahrsicherheitstrainings und durch eine bewusst besonnene und vorausschauende Fahrweise seinen persönlichen Beitrag zur Unfallvermeidung leisten. Bei den Fahrsicherheitstrainings des ÖAMTC wird besonderes Augenmerk auf Blicktechnik und Körperhaltung der Motorradfahrer gelegt.

Abschließender Appell der ÖAMTC-Expertin: "Weniger Risikobereitschaft, mehr Vernunft und Rücksichtnahme, Gelassenheit und Selbstdisziplin."

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