Firma hielt Kündigungstermin nicht ein: AK erreichte Nachzahlung von 6.267 Euro

Linz (OTS) - Eine Lebensmittelfirma in Pregarten kündigte eine Sachbearbeiterin. Dabei wurde die gesetzliche Kündigungsfrist von sechs Wochen zwar eingehalten, nicht aber der gesetzliche Kündigungstermin. Die Angestellte wandte sich an die AK, die eine korrekte Abrechnung und damit eine Nachzahlung von 6.267 Euro durchsetzte.

Die Sachbearbeiterin war seit 1. September 2004 bei der Lebensmittelfirma in Pregarten beschäftigt. Mit Schreiben vom 31. Mai 2006 kündigte sie der Dienstgeber aus wirtschaftlichen Gründen. Als letzten Arbeitstag nannte er den 12. Juli 2006. Die gesetzliche Frist von sechs Wochen wurde demnach beachtet. Allerdings hatte die Firma übersehen, dass das Angestelltengesetz zusätzlich einen Kündigungstermin vorschreibt, nämlich zum Quartalsende.

Wohl kann im Dienstvertrag jeder 15. eines Monats sowie jeder Monatsletzte als möglicher Kündigungstermin vereinbart werden. Das war im betreffenden Fall aber nicht geschehen.

Die Sachbearbeiterin ging zur Arbeiterkammer, um ihre Kündigungsbedingungen überprüfen zu lassen. Der AK-Rechtsexperte entdeckte den Fehler des Dienstgebers sofort. Er intervenierte
bei der Firma, die zuerst zu handeln versuchte. Sie erklärte sich dann aber doch bereit, korrekt abzurechnen. Für den Zeitraum von 13. Juli bis 30. September 2006 erhielt die Angestellte eine Kündigungsentschädigung von 6267 Euro.

Die AK rät allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die gekündigt werden, zwecks Überprüfung der Bedingungen die AK-Rechtsschutz-Hotline 050/6906-1 anzurufen! Diese Hotline ist aus ganz Oberösterreich zum Ortstarif erreichbar und zwar am Montag, Mittwoch und Donnerstag von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr, am Dienstag von 7.30 Uhr bis 19.00 Uhr und am Freitag von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr.

Kontakt: Dr. Robert Eiter, Tel. 050/6906-2188
E-Mail: robert.eiter@ak-ooe.at

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