Macht man das so? Malik an Dr. Angelika Kramer/Wirtschaftsblatt

Malik-OTS-Nachricht_6 über den nötigen Umgang mit komplexen Problemen und Systemen

St.Gallen (OTS) - Sehr geehrte Frau Dr. Kramer, ich freue mich,
das Wort "Kybernetik" auf dem Titelblatt und in Ihrem Leitartikel vom letzten Samstag (15.5.2006) zu finden. Dort lese ich auch Ihren Wunsch, ich möge mich kurz fassen. Dem komme ich gerne mit einer in der Kybernetik üblichen Antwort nach: VSM - siehe Modell unter diesem Link: http://www.amazon.de/gp/product/3833431539/302-5734029-8893665?v=glance&n=299956

Sollten doch ein paar Worte gewünscht sein: Meine Antwort auf die von Ihnen angesprochenen Probleme ist: "Only variety can absorb variety", bekannt als Ashby’s Gesetz.
Sollten meine Mitteilungen weniger abstrakt sein sollen: Komplexe Probleme brauchen zu ihrer Lösung ebenso komplexe Mittel, und komplexe Systeme brauchen, um effektiv zu funktionieren, ganz bestimmte, geschlossene Informationskreisläufe für den erforderlichen Informations- und Erkenntnisaustausch mit der Umwelt und die nötige Anpassung an sie. Sie müssen in einem bestimmten Tempo ablaufen.

Sollte ich erläutern sollen: Sowohl hinsichtlich der ÖBB als auch meiner Wenigkeit lag eine systemkritische Entkoppelung zwischen dem internen Informationsstand der ÖBB und der externen Lagebeurteilung vor. Die Selbstbezüglichkeiten, Eigenrekursionen und Selbstreferenzen innerhalb des medialen Informationskreislaufs erwiesen sich für das (übergeordnete) Supersystem "Österreich" als regulierungsbedürftig. Daher habe ich ein Metasystem negativer Rückkoppelungen zwecks Ausbalancierung positiver Rückkoppellungen implementiert.

Ein ähnliches Problem lag bei der Firma Hämmerle vor, die Sie im Leitartikel ansprechen. Es gibt Familienunternehmen, in denen innerfamiliäre Systembeziehungen Vorrang vor unternehmerischen System-Außen-Beziehungen haben. Für nicht familienangehörige Aufsichtsräte ein kybernetisches Problem, von dem ich eingestehe, dass ich es damals als Aufsichtsrat bei Hämmerle selbst noch unterschätzt habe. Umso dankbarer bin ich Ihnen dafür, dass Sie in Ihrem Leitartikel darauf aufmerksam machen, wie wichtig Kybernetik für Aufsichtsräte ist.

Um die entkoppelten Informationskreisläufe in Sachen ÖBB wieder zu verbinden, habe ich Herrn Dr. Armin Wolf im ZIB 2-Interview vom 6.7.2006 stellvertretend alle für Journalisten eingeladen, genau zu recherchieren. Am Malik Management Zentrum St.Gallen in Wien steht seit Anfang dieses Jahres, anlässlich des zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesellschaftsrechtsänderungsgesetzes, ein aktuelles Rechtsgutachten über unsere Zusammenarbeit mit den ÖBB zur Verfügung. Ebenso die diesbezügliche Korrespondenz mit den ÖBB. Ich schätze die Arbeit engagierter Journalisten im höchsten Maß, arbeite seit langem und gerne mit ihnen zusammen. Sie sind bei uns jederzeit herzlich willkommen!

Mit freundlichen Grüssen
Fredmund Malik

Hinweise zur Malik-OTS-Nachrichten-Aktion:
Alle Malik-OTS-Nachrichten und Hintergründe im OTS-Austria-Logbuch:
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Kybernetik: www.managementkybernetik.com

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