Mehrwertsteuerbetrug in der EU - FPÖ für Einführung des Reverse Charge Systems

Wien (OTS) - Nachdem nun bekannt geworden ist, daß den Mitgliedsstaaten der EU durch Karussellbetrug ein Schaden von rund 60 Milliarden Euro jährlich entsteht, spricht sich die FPÖ einmal mehr für die Einführung des Reverse Charge Systems aus.

Die Umsatzsteuer als Mehrphasensteuer, die grundsätzlich nur den Letztverbraucher belastet, führt in der davor liegenden Unternehmenskette in der Regel zu keinem Steueraufkommen.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Aufgrund der Tatsache, daß es bei Geschäftsaktivitäten innerhalb der Unternehmerkette trotzdem zu realen Geldflüssen im Bereich der Umsatzsteuer kommt, bestehen vielfältige Möglichkeiten des Mißbrauchs. Gleichzeitig obliegt die Umsatzsteuer aufgrund ihres Charakters als Selbstbemessungsabgabe nur der nachträglichen Kontrolle durch die Finanzbehörden."

Um diesem allfälligen Mißbrauch wirksam entgegen zu treten, unterstützt die FPÖ die österreichische Initiative für eine diesbezügliche Änderung der 6. EU-Mehrwertsteuerrichtlinie, die eine nationale Umsetzung des Reverse Charge Systems für alle Umsätze von Waren und Dienstleistungen im Unternehmerbereich über einer gewissen Bemessungsgrenze vorsieht und somit umsatzsteuerbedingte Zahlungsflüsse im Unternehmerbereich ausschließt.

Hofer: "Dieses System bewirkt eine rein rechnerische Berücksichtigung von Umsatz- und Vorsteuern und verhindert so die enormen Mitteltransfers im Rahmen des derzeitigen Umsatzsteuersystems, was die Möglichkeit zum Umsatzsteuerbetrug oder zur fahrlässigen Abgabenverkürzung aus diesem Titel merklich einschränkt."

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