Gastinger: "Triebtäter und Sexualstraftäter sind im Visier der Justiz"

Die Justiz arbeitet bereits seit 2001 intensiv an der Rückfallsvermeidung von Sexualdelinquenten.

Wien (OTS) - "Peter Westenthaler hat völlig recht, dass diese wohl abscheulichste Form der Kriminalität weiter und noch massiver bekämpft werden muss.
Leider haben hier frühere Bundesregierungen keinerlei Vorarbeit geleistet", so die Justizministerin.

Erst seit 2001 besteht in Wien-Floridsdorf eine zentrale Dokumentation- und Koordinationsstelle für Sexualstraftäter. Diese, zum europäischen Vorzeigemodell gewordene, Institution der Justiz beschäftigt sich ausschließlich und im Rahmen der Möglichkeiten sehr genau mit der Gefährlichkeitsprognose von Sexualstraftätern.

Gastinger verweist auf ihre Forderung, diese Institution weiter auszubauen. "Hier muss der Staat bereit sein, der Justiz mehr Geld zur Verfügung zu stellen, um Frauen und Kinder effizient schützen zu können."

Weiters wird mit einer von Gastinger durchgeführten Neustrukturierung des Strafvollzugs auch in diesem Bereich noch mehr Effizienz und damit Sicherheit garantiert werden können, verweist die Ministerin darauf, dass mit justizinternen Möglichkeiten abseits von Finanzmittel alles getan wird, um die Rückfallsquote in Richtung Null zu senken.

"Ich bin sehr froh, dass Peter Westenthaler mich unterstützt in der Ansicht, dass es eben nicht reicht die Haftstrafe als Sühne an der Gesellschaft zu betrachten, sondern diese die einzige Chance der Gesellschaft ist, so auf einen Mennschen einzuwirken, dass er nach einer Haftentlassung keine Gefahr für unsere Bürgerinnen und Bürger darstellt. Resozialisierung ist eben die beste Form von Sicherheit" zeigte sich Gastinger erfreut über die Unterstützung ihres Parteichefs.

"Voll und ganz teile ich auch seine Ansicht, dass man ganz genau prüfen muss, ob diese Resozialisierung auch erfolgreich war.
Denn solange ein Mensch eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt, darf es für ihn keine Rückkehr in die Freiheit geben."

"Ich habe auch Peter Westenthalers Vorschlag aufgegriffen und lasse gerade erheben, welche Sexualstraftäter vor einer etwaigen Entlassung stehen, um im Rahmen meiner Möglichkeiten persönlich auf eine genaueste Prognose einzuwirken", so Gastinger.

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