Lehrstellenförderung: AK-Kärnten fordert Bilanz über Blum-Modell

Kärnten (OTS) - (AK/45) - Was hat die Blum-Förderung den Kärntner Lehrstellensuchenden gebracht? Nach einem Jahr Blum-Modell fordert die ARBEITERKAMMER von der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer eine Bilanz, wie viele zusätzliche Lehrstellen in Kärnten tatsächlich geschaffen wurden. "Grundsätzlich begrüßt die AK eine Fortsetzung der Aktion, aber unter neuen strengeren Spielregeln", betont AK-Präsident Günther Goach.

Nach Auskunft des Arbeitmarktservice wurden in Kärnten seit September des Vorjahres rund 1.300 Lehrstellen gefördert. Das Blum-Modell sieht pro zusätzlich aufgenommenem Lehrling im ersten Lehrjahr eine Förderung in der Höhe von 400 Euro monatlich vor. Demnach wurden in Kärnten 6,24 Millionen Euro für die Schaffung zusätzlicher Lehrstellen aufgewendet. "Es fehlt aber eine offizielle Bilanz, wie viele dieser geförderten Lehrplätze in Kärnten tatsächlich zusätzliche Lehrstellen waren", betont Goach.

Eine österreichweite Analyse der Bundesarbeitskammer hat nämlich ergeben, dass es Ende Mai im Vergleich zum Mai des Vorjahres 3.743 zusätzliche Lehrplätze gab. Die Blum-Förderung ist aber in einer Höhe von über 50 Millionen Euro für 11.422 Lehrstellen ausgeschüttet worden. Es wurden bundesweit dreimal so viele Lehrplätze gefördert, wie tatsächlich entstanden sind, kritisiert die AK.

Um zu verhindern, dass Gelder an Betriebe verschwendet werden, ohne dass tatsächlich neue Lehrstellen entstehen, ist mehr Transparenz nötig. Daher verlangt die AK von der Wirtschaftskammer eine monatliche Offenlegung der Lehrvertragsstatistiken zur laufenden Beobachtung und Sicherstellung der Zielerreichung durch die Blum-Förderung. "Die Aktion muss evaluiert und angepasst werden, um einen Missbrauch der Fördergelder zu verhindern", sagt Goach.

Angesichts der großen Zahl der Jugendlichen, die vergeblich eine Lehrstelle suchen, unterstützt die AK grundsätzlich eine Fortsetzung der Blum-Förderaktion - aber unter neuen, strengeren Spielregeln!

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