Weinzinger: AKW-Pläne von Blair und Bush Besorgnis erregend

Bundesregierung soll Anti-AKW-Initiative auf EU Ebene starten

Wien (OTS) - "Die in den letzten Tagen verlauteten AKW-Pläne vom britischen Premier Blair und US-Präsident Bush sind Besorgnis erregend. Bundeskanzler Schüssel soll umgehend eine Anti-Atom-Ebene auf EU-Ebene starten", regiert Brigid Weinzinger, Abgeordnete der Grünen. Nachdem die Bundesregierung bereits die Präsidentschaft in der Anti-Atomfrage ungenützt verstreichen habe lassen, sei es jetzt höchst an der Zeit, die österreichischen Bedenken auf EU-Ebene, aber auch gegenüber den USA klar zum Ausdruck zu bringen. "Die ungerechtfertigten Milliardensubventionen für die Atomkraft müssen beendet, der unzeitgemäße Euratom-Vertrag endlich reformiert werden", so Weinzinger. Atomkraftwerke bieten keine Lösung für den Klimaschutz, wie von Bush und Blair fälschlicher Weise behauptet wird.

Um zum Beispiel den Anteil der Atomenergie an der globalen Stromerzeugung von derzeit 16% (2003) auf 33% im Jahr 2030 anzuheben und damit ca. 15% der global notwendigen Reduktion der Treibhausgasemissionen beizutragen, müssten bis 2030 1200 neue AKW-Blöcke mit je 1000 MW Leistung errichtet werden. "Das würde die gesamten heute bekannten Uranreserven verschlingen, das Atomrisiko vervielfachen und wäre nicht finanzierbar", argumentiert Weinzinger. Derzeit sind 25 AKW in Bau. - Der britische Premier Blair hat den Bau neuer AKW in Großbritannien angekündigt. US-Präsident Bush hat die Atomkraft bei seinem Deutschland-Besuch als Beitrag für den Umweltschutz bezeichnet.

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