ÖGJ-Eder: Vergabe der Blum-Förderung muss stärker kontrolliert werden

Mehr als doppelt so viele Förderungen vergeben als neue Lehrplätze geschaffen wurden

Wien (ÖGJ) - "Mit Ende 2005 stehen 3.307 neu geschaffene Lehrstellen 7.001 genehmigten Anträgen der Blum-Förderung gegenüber. Ein deutliches Zeichen, dass hier strenger kontrolliert werden muss", ist der Bundesvorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend, Jürgen Eder, überzeugt. "Die ÖGJ befürwortet die Blum-Förderung prinzipiell. Wie sich jedoch gezeigt hat, ist der Mitnahmeeffekt viel zu hoch. Hier muss ein effizienterer Kontrollmechanismus geschaffen werden."++++

Selbstverständlich kann nur darüber spekuliert werden, wie hoch der Lehrstellenrückgang ohne Blum-Förderung im Jahr 2005 gewesen wäre. Sieht man sich die Lehrlingszahlen zum Stichtag Jahresende in den vergangenen Jahren jedoch an, wird schnell klar, dass ein derartiger Rückgang wohl kaum aufgetreten wäre. Gab es Ende 2002 120.486 Lehrlinge in Österreich, reduzierte sich die Zahl im Jahr 2003 auf 119.040. Mit Ende 2004 veränderte sich die Zahl mit 119.071 Lehrstellen kaum. Ende 2005 gab es mit Blum-Förderung 122.378 Lehrstellen. "Die zur Verfügung stehenden Mittel müssen zielgerichteter eingesetzt werden. Denn derzeit wird hier viel Geld mit wenig Kontrolle vergeben", kritisiert Eder.

In der Bundesrichtlinie ist festgeschrieben, dass fünf Prozent der geförderten Betriebe kontrolliert werden müssen. "Abgesehen davon, dass fünf Prozent bei einer mittlerweile entstandenen Förderungssumme von an die 52 Millionen Euro viel zu wenig sind, lässt sich auch

nicht nachvollziehen ob und in welcher Art diese Kontrollen durchgeführt wurden", so Eder. ÖGB, 14. Juli 2006 Nr. 493

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