BO Amann verlangt Maßnahmen gegen den Facharbeitermangel auf dem Gebiet der Technik!

Wirtschaft braucht Naturwissenschaftler und Techniker!

Wien (OTS/RFW) - Obwohl er immer wieder auf die Fehlentwicklung hingewiesen habe, produziere man Fachpersonal nach wie vor am echten Bedarf der Wirtschaft vorbei, so der RFW-Bundesobmann und Wirtschaftsprecher im Vorarlberger Landtag, KO Ing. Fritz Amann, in einer Aussendung.

Amann dazu: "Allein in der Metallbranche fehlen 600 Lehrlinge. Dieser Mangel an Ausbildungspotential wird von 98 Prozent der Betriebe als Standort gefährdend angesehen, zumal 60 Prozent der Firmen kein Fachpersonal mehr finden und 40 Prozent ihren Bedarf an technischen Spitzenkräften nicht decken können. Der Grund liegt auf der Hand, Technik ist bei der Jugend megaout. 20.000 angehende Juristen und Mediziner, sowie 12.000 Psychologen stehen nur 5.000 Maschinenbauer gegenüber, damit hat Österreich in Europa den niedrigsten Anteil an Technikern. Somit läuft der Wirtschaftstandort Österreich Gefahr und daher müssen umgehend Maßnahmen zu einer Trendumkehr gesetzt werden."

Die Wirtschaft ist, wie die Industriesparte Metall vorzeigt, bereit eine Imagekampagne für den Beruf des Maschinentechnikers zu starten. Das Berufsbild wird mit viel Geld intensiv beworben. Das ist vernünftig, hat aber nur dann Erfolg, wenn die Politik ebenfalls die Zeichen der Zeit erkennt und dem Technikerberuf in seiner gesellschaftspolitischen Wertigkeit erhöht. Neben der positiven Besetzung der Begriffe Technik und Naturwissenschaften muss man auch bildungspolitische Flankierungsmaßnahmen setzten. Dass heißt aber nicht nur, ein Ausbildungsangebot wie etwa an den Fachhochschulen zu schaffen, sondern allgemein schon von frühester Kindheit an technisch begabte Kinder zu fördern und auf den späteren Berufsweg vorzubereiten. Dazu müssen sich auch die Schulen öffnen, in dem sie der Wirtschaft die Möglichkeit geben, technische Talente zu erkennen bzw. die Chancen der technischen Berufe Vorort zu demonstrieren, so der RFW-Bundesobmann.

Bewusstseinsbildung durch Vorbilder, positive Besetzung des Begriffs Technik, gezielte Förderung durch Basisbildung im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften oder erlebtes Lernen etwa an technischen Materialien im Unterricht wären Maßnahmen, die leicht umsetzbar sind und zur einer raschen Imagekorrektur des Technikerberufes führen könnten. Dieses Umdenken muss rasch erfolgen, schließlich braucht die Wirtschaft qualifiziertes Fachpersonal, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Die Fehlentwicklung in der Ausbildung gilt es zu stoppen, den lange können wir den Iststand, dass nämlich am Bedarf der Unternehmen vorbeiproduziert wird, nicht mehr überbrücken. Es ist nicht fünf vor 12, sonder nach 12 und daher muss die Bildungspolitik in neue Bahnen gelenkt werden, um damit eine positive Veränderung im Bewusstsein der Eltern, Lehren und speziell der Auszubildenden herbeizuführen, so der Wirtschaftssprecher, RFW-Bundesobmann Ing. Fritz Amann, abschließend (Ende)mb

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