Industrie: Kollektivvertrag als Basis nicht in Frage gestellt

Arbeitszeit - Pilotprojekte in der Elektroindustrie ohne Einkommensverluste für Beschäftigte

Wien (GPA/GMTN/ÖGB) - Zu der gestern von FEEI-Obmann Albert Hochleitner in den Raum gestellten Außerkraftsetzung des Kollektivvertrages stellen die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) und die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) fest, dass es bei diesen Arbeitszeitpilotprojekten darum geht, abseits der derzeitig praktizierten Modelle innovative Arbeitszeiten zu leben, die auch im Interesse der Beschäftigten sind. Der Kollektivvertrag ist und bleibt die Basis für Arbeitzeitregelungen und Einkommen.++++

Bei den im Rahmen der letzten KV-Runde vereinbarten Pilotprojekten sollen verschiedene Modelle erprobt werden, die einerseits auf die vielfältige Struktur der österreichschen Elektro- und Elektronikindustrie Rücksicht nehmen und andererseits auch den Beschäftigten Verbesserungen bringen, etwa familiengerechte Arbeitszeiten, alternsgerechtes Arbeiten oder generell Arbeitszeiten, die der jeweiligen Lebenssituation gerecht werden. Der Kollektivvertrag bleibt selbstverständlich weiterhin die Grundlage für die Festlegung der Einkommen, der Arbeitsbedingungen und der Arbeitszeiten. Die konkreten betrieblichen Projekte werden unter Begleitung der KollektivvertragspartnerInnen erarbeitet. Die Gewerkschaften sehen erwartungsvoll einem konstruktiven Verhandlungsprozess entgegen.

Schon in den vergangenen Jahren hat es in der Elektro- und Elektronikindustrie wichtige Innovationen im Kollektivvertrag gegeben. So wurde das einheitliche Entgeltsystem für ArbeiterInnen und Angestellte als erstes eingeführt und danach auch in anderen Branchen umgesetzt. Seit 1. Mai 2006 gilt ein einheitliches Dienstreiserecht für alle Beschäftigten der Elektroindustrie. Dass sich diese Innovationen bewährt haben, zeigt die gute wirtschaftliche Entwicklung der heimischen Elektro- und Elektronikindustrie im internationalen Wettbewerb. Basis für diese Erfolge ist die gute sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit sowohl auf betrieblicher als auch auf Branchenebene. Auch die Umsetzung einiger Pilotprojekte wird ein weiterer Schritt in dieser erfolgreichen Kooperation sein. Bei all diesen Projekten und Modellen ist aber sichergestellt, dass es zu keinen Einkommenseinbußen für die Beschäftigten kommt.

ÖGB, 12. Juli
2006 Nr. 490

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