Kinder sind reale Investition in unser Pensionssystem

FPÖ: Wert der Kindererziehungszeiten im Pensionsrecht mindestens verdoppeln

Wien (OTS) - Im derzeitigen Pensionssystem nach dem
Umlageverfahren werden die eingezahlten Beiträge zur "Pensionsversicherung" sofort wieder zur Zahlung der Pensionen der Eltern der heute Erwerbstätigen verwendet; es werden damit keine bleibenden Werte geschaffen, die für spätere Pensionszahlungen an die "Versicherten" verwendet werden könnten.

Dazu meint der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer:
"Nur Kinder sind eine reale Investition in unser Pensionssystem; ein Beitragszahler wird in seinem Leben etwa 200.000 Euro an Pensionsbeiträgen leisten. Dieser Beitrag der Eltern für den Fortbestand unseres Pensionssystems wird heute in unserem Pensionsrecht überhaupt nicht berücksichtigt. Eltern .müssen die gleichen Sozialversicherungsbeiträge leisten wie Kinderlose und erhalten trotz ihrer höheren Beiträge zum Erhalt des Pensionssystems geringere Pensionen; im Durchschnitt bedeutet jedes Kind für die Mutter einen Pensionsverlust von etwa 10%, d.h. ca. 70 Euro pro Monat, Mütter kinderreicher Familien erhalten in vielen Fällen überhaupt keine Pension."

Durch die Pensionsreform 2003 werde sich diese Benachteiligung der Eltern sogar noch verstärken, und zwar durch die schlechtere Bewertung der Teilzeitbeschäftigung. Hofer: "Wir fordern daher eine Änderung des Pensionsrechtes, sodaß Kinder wenigstens nicht mehr automatisch zu Pensionsverlusten führen. Dazu ist es notwendig , den Wert der sog. Kindererziehungszeiten im Pensionsrecht mindestens zu verdoppeln." Dies würde für Mütter zu einer Pensionserhöhung von etwa 70 Euro pro Kind und Monat führen und die Verluste durch die kürzeren Beitragszeiten im Durchschnitt ausgleichen.

Hofer: "Die Kosten für diese Maßnahme werden wegen der Übergangsregelung (sog. Parallelrechnung) über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren langsam ansteigen und am Ende der Übergangsfrist ca. 1,5 Mrd. Euro pro Jahr erreichen. Dieser Betrag entspricht etwa 5% der geschätzten Pensionsausgaben für das Jahr 2035. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden diese Kosten auch durch eine nur geringe Erhöhung der Geburtenrate mehr als ausgeglichen werden."

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