Zinggl an Morak: Wo bleiben 3,4 Millionen Euro?

Ungereimtheiten im Kunstbericht und Vetternwirtschaft für eine Buchhandlung

Wien (OTS) - In buchstäblich letztmöglicher Stunde ist es heute morgen zum einzigen Kulturausschuss des Jahres mit Staatssekretär Franz Morak gekommen. Dabei wurde vor allem der Kunstbericht 05 erörtert. Der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, wies auf eine Differenz von 3,4 Mio. Euro in diesem Bericht hin. "Als Gesamtausgaben weist der Bericht eine Summe von 222,5 Mio. Euro auf, die sich aus den Beträgen für Kunst (85.5 Mio.) und Bundestheater (133,6 Mio.) zusammensetzt. Das macht aber nur 219.1 Mio. Somit fehlen 3,4 Mio. Euro. Diese Differenz konnte der Staatssekretär im Ausschuss nicht erklären", so Zinggl.

Weiters kritisiert Zinggl die unter Morak eingeführte Zuteilung der Subventionen auf die Bundesländer. "Wenn bundesweite Institutionen, wie zum Beispiel die Philharmoniker mit 2,2 Mio. Euro Wien zugeordnet werden, ist das genauso lächerlich wie die 157.000 Euro der Kunstsammlung des Bundes (Artothek) oder ein Projekt in Peking oder die Förderung der Österreichischen Bergbauernvereinigung, die auch zu Wien gezählt werden", kritisiert Zinggl.

Zinggl wundert es weiter, dass als einzige Buchhandlung in Österreich die steirische Buchhandlung Plautz eine Förderung von 16.000,- Euro aus dem Kunstbudget erhält. "Nachdem sich bei dieser Buchhandlung im Vergleich zu anderen keine auffallende Veranstaltungstätigkeit zeigt, wäre noch zu prüfen, ob ein Verwandtschaftsverhältnis zu VP-Abgeordneten besteht" meint Zinggl und kündigt eine entsprechende parlamentarische Anfrage an.

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