AMS OÖ: Mehr Personen finden wieder Arbeit

Linz (OTS) - 49.600 Beschäftigungslose stiegen im 1. Halbjahr wieder ins Be-rufsleben ein

Ende Juni gibt es mehr offene Stellen, mehr Beschäftigte und weniger Arbeitslose in Oberösterreich (auch unter Einbeziehung der nicht verfügbaren Personen, die sich in Schulung befinden).- Der Lehrstellenmarkt 2006 in OÖ ist ausgeglichener als 2005. - Die Jahresarbeitslosenquote 2006 wird in OÖ vermutlich bei 4,4 % - 4,5 % liegen - Salzburg könnte 2006 die Quote Oberösterreichs unterbieten.

Jobmotor Dienstleistung und Leasing

Von Mai 2005 auf Mai 2006 stieg die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Oberösterreich um netto 9513 Personen an (553.938 Beschäftigte ohne Kindergeldbezieherinnen und Präsenzdiener). Allein 38 Prozent des Anstiegs entfielen auf unternehmensbezogene Dienstleistungen (einschließlich Leasing). Kräftige Beschäftigten-zuwächse gab es - neben der öffentlichen Verwaltung -auch in den Bereichen Großhandel, Bau, Gesundheit und Datenverarbeitung.

Abbau der Arbeitslosigkeit

Seit Mai dieses Jahres geht die Zahl der Beschäftigungslosen (Arbeitslose und Personen in Schulung) in Oberösterreich zurück (Mai:
-543, Juni: -1168). Schon deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt die Zahl der beschäftigungslosen Männer, bei den Frauen geht das Plus gegenüber dem Vorjahr kräftig zurück.

Im ersten Halbjahr 2006 fanden 49.569 Beschäftigungslose wieder Arbeit. Das Plus von 2717 gegenüber dem Halbjahr 2005 war sehr ungleichmäßig verteilt: +2336 Männer und +381 Frauen.

Nachfrage nach Arbeitskräften

Die verstärkte Nachfrage nach Arbeitskräften zeigt sich auch an der Zahl der vom AMS OÖ akquirierten Stellen: Mit 34.063 offenen Stellen im ersten Halbjahr 2006 ergab dies ein Plus von 2375 Stellen. Die Zahl der offenen Lehrstellen (2144) stieg gegenüber Juni 2005 um 610 an, während die Zahl der Lehrstellensuchenden um 51 auf 2270 leicht zurückging. Das AMS OÖ wird ab September 1148 Plätze in Berufsorientierungs- und -vorbereitungskursen sowie ab November Ausbildungsmöglichkeiten für 1077 lehrstellensuchende Jugendliche bereitstellen (Lehrgänge, Teillehren, Anlehren, Produktionsschulen).

Obwohl durch den verstärkten Personalbedarf der Unternehmen auch gering qualifizierte Arbeitskräfte wieder leichter Beschäftigung finden, ist die Nachfrage nach beruflichen Qualifikationen steigend:
Die Zahl der Neuzugänge in Implacement-Stiftungen stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 um 102 Personen auf 797 an. Ende Juni standen insgesamt 1418 Personen in einer Implacement-Ausbildung. Dagegen ging die Zahl der Neuzugänge in Outplacement-Stiftungen von 245

(1. Hj. 2005) auf 190 (1. Hj. 2006) zurück.

Kopf an Kopf mit Salzburg

Der harte Winter hat den Abbau der Saisonarbeitslosigkeit in Oberösterreich bis in den April verzögert, den Bundesländern mit Winterfremdenverkehr aber eine ausgezeichnete Saison mit starken Beschäftigungseffekten beschert.

"Oberösterreich ist bei der Beschäftigung wieder gut unterwegs, andere Bundesländer aber haben kräftig aufgeholt, auch mithilfe des Regierungsprogramms. Hochgerechnet liegt Oberösterreich mit einer wahrscheinlichen Jahresarbeitslosenquote von 4,4 % - 4,5 % - das ist ein Rückgang um 0,2-0,3 Prozentpunkte gegenüber 2005 - Kopf an Kopf mit Salzburg", zieht Landesgeschäftsführer Roman Obrovski Zwischenbilanz.

Die wichtigsten Halbjahresdaten im Überblick

unselbstständig Beschäftigte (incl. PD, KG-Bezieherinnen): 566.410 (+7406) akquirierte offene Stellen: 34.063 (+2375) Zugang in Arbeitslosigkeit: 60.054 (+635) [Männer: 34.784 (-213), Frauen: 25.270 (+848)] Arbeitsaufnahmen von Arbeitslosen: 45.704 (+2085) [Männer: 32.379 (+1973), Frauen: 13.325 (+112)] Zugang von offenen Lehrstellen: 4183 (+1178) Zugang von Lehrstellensuchenden: 5305 (+349) [Burschen: 2614 (+93), Mädchen: 2691 (+256)] Arbeitslosenquote (1. Halbjahr): 4,9 % (5 %)

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