Nachfrage in Österreich: Grundstücke weiter im Vormarsch

Wien (OTS) - Sommerzeit - Grundstückszeit. Suchabfragen auf www.immobilien.net zeigen: Das eigene Grundstück liegt heuer überdurchschnittlich hoch im Kurs. Häuser sind außerhalb Wiens zwar immer noch Wohnimmobilie Nummer eins, verlieren aber zusehends an Attraktivität.

Ein Haus Marke "Eigenbau" soll es sein - das ist nur eine von vielen Thesen, die das steigende Interesse der ÖsterreicherInnen an Privatgrundstücken erklären soll. Fest steht: Das Privatgrundstück erfreut sich heuer überdurchschnittlicher Beliebtheit. Auf Österreichs größter Immobilienplattform, www.immobilien.net, sind die Suchabfragen nach entsprechenden Baugründen in Österreich (exkl. Wien) im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um fünf Prozent gestiegen. Im Osten Österreichs verzeichnen das Burgenland (plus zehn Prozent seit dem zweiten Quartal 2005) und Wien (plus 16 Prozent) bei den Grundstücken den höchsten Nachfragezuwachs.

Häuser im Eigentum verlieren

Zwar ist das Haus im Eigentum in ganz Österreich (exkl. Wien) weiterhin die beliebteste Wohnimmobilie. Den Suchabfragen auf www.immoblien.net zufolge verliert diese Immobilienart jedoch zusehends Nachfrageanteile zu Gunsten der Privatgrundstücke. Mit 42 Prozent Nachfrageanteil außerhalb der Bundeshauptstadt Wien verzeichnet das Einfamilienhaus im Eigentum die niedrigste Nachfragequote seit Beginn der Erhebungen 2003. Niederösterreich und Wien bilden hier im Osten Österreichs die einzige Ausnahme. Hier zeigt die Nachfrage nach Häusern im Eigentum eine kontinuierliche Seitwärtsbewegung.

Wiener investieren in die Zukunft

In der Bundeshauptstadt Wien zeichnet sich ein Trend besonders deutlich ab: Die Nachfrage nach Objekten im Eigentum steigt! In Summe entfallen mittlerweile fast ebenso viele Suchabfragen auf Wohnimmobilien im Eigentum (also Wohnungen, Häuser und Grundstücke) wie auf Wohnimmobilien in Miete (Mietwohnungen und Häuser in Miete). Den beeindruckendsten Nachfrage-Zuwachs verzeichnet dabei das Privatgrundstück (plus 16 Prozent), gefolgt von der Eigentumswohnung (plus zehn Prozent seit dem zweiten Quartal 2005).

Der Trend bei den Mietobjekten hingegen ist derzeit rückläufig:
Die Nachfrage nach Häusern in Miete vermerkt ein Minus von 16 Prozent (derzeit zwei Prozent Nachfrage-Anteil), das Interesse an der unangefochtenen Nummer eins in Wien, der Mietwohnung, sank um fünf Prozent.

Niederösterreich: Saisonale Schwankungen

Dass die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen maßgeblich von der Jahreszeit abhängig ist, zeigt sich in Niederösterreich. Wohnimmobilien, die vorrangig im Sommer attraktiv sind, erleben auch genau jetzt einen Nachfrage-Aufschwung. Häuser (mit etwa 49 Prozent aller Suchabfragen Platz eins im Nachfrage-Ranking) und Baugründe (mit 17 Prozent aller Suchabfragen viertliebste Wohnimmobilie) liegen dem zufolge derzeit hoch im Kurs und erreichen in etwa das Nachfrage-Niveau des Vorjahres. Interessante Entwicklungen zeichnen sich am Niederösterreichischen Wohnungsmarkt ab: Obwohl Eigentums-und Mietwohnungen naturgemäß im Sommer weniger attraktiv sind, vermerken diese im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres ein Nachfrageplus (Eigentumswohnungen plus 13 Prozent, Mietwohnungen plus sieben Prozent). Sie belegen derzeit Platz zwei und drei im Nachfrage-Ranking.

Burgenland: Privatgrundstücke zweitliebste Immobilie

Hier gewinnen Privatgrundstücke - dem österreichweiten Trend folgend - auf Kosten der Häuser im Eigentum. Das Grundstück ist mittlerweile mit einem Nachfrage-Anteil von 14 Prozent die zweitliebste Immobilienart im Burgenland. Die Nachfrage nach Häusern im Burgenland steuert auf die 55-Prozent-Marke zu und erreicht damit den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen 2003. Ebenfalls interessant: Der Wohnungsmarkt scheint für die Burgenländer wieder interessanter zu werden. Derzeit sind Eigentums- und Mietwohnungen mit sieben bzw. acht Prozent Nachfrage-Anteil etwa gleich auf - beide Immobilienarten verzeichneten im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres ein Nachfrageplus. Eine für Österreich völlig atypische Rolle nimmt das Haus in Miete ein. Es genießt mit rund 14 Prozent Nachfrage-Anteil ebensoviel Interesse wie das Privatgrundstück im Burgenland.

Hinweis für die Redaktion:

Auswertungen aller übrigen Bundesländer sind bei Immobilien.NET auf Anfrage erhältlich.

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Immobilien.NET, Brigitte Tomschik
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