Sattelfest in die Reitferien

Reitferien erfreuen sich im Sommer großer Beliebtheit. Das KfV empfiehlt eine hochwertige Reitausbildung in geprüften Ausbildungsbetrieben des Bundesfachverbands für Reiten.

Wien (OTS) - Auch in Zeiten motorisierter Fortbewegungsmittel erfreut sich das Reiten großer Beliebtheit. 240.000 Menschen üben diesen Sport in Österreich aus. Davon sind 46.539 Reiter in einem der insgesamt 1.295 Reitervereine organisiert. Das Reiten ist gerade in der warmen Jahreszeit besonders attraktiv und zahlreiche Bauernhöfe bzw. Reitschulen bieten Ferien hoch zu Ross an. Doch Vorsicht: Bei mäßigem Können und schlecht geführten Reitställen kann es mit dem "Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde" schnell vorbei sein.

Fest im Sattel mit hochwertiger Reitausbildung

"Dass Reiten mit einem hohen Verletzungs- und Unfallrisiko einhergehen kann, zeigt unsere Freizeitunfallstatistik. Um dieses Risiko zu vermindern empfiehlt es sich, eine Reitausbildung in anerkannten Einrichtungen zu absolvieren", rät Dr. Rupert Kisser, Bereichsleiter Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Immerhin 5.000 Personen verletzten sich 2004 beim Reiten in Österreich so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Zu 67 Prozent sind Frauen betroffen, fast ein Drittel von ihnen war unter 18 Jahre alt. Fast die Hälfte aller Verunfallten (47 %) zogen sich ihre Verletzungen beim Ausreiten in der freien Natur zu. Ursache ist bei fast allen Betroffenen (95 %) der Sturz vom Pferd. Unfallhergänge reichen hier vom Ausrutschen des Pferdes auf verschneiten Wegen, über Durchgehen im freien Gelände oder eines scheuenden Pferdes, bis hin zu Verletzungen durch ein ausschlagendes Pferd. "Es ist uns ein großes Anliegen Reitbegeisterten bewusst zu machen, dass sie sich nicht einfach so ohne adäquate Ausbildung auf irgendein Pferd in irgendeinem Reitstall setzen sollen. Das sollten vor allem Eltern bedenken, wenn Sie Ihre Kinder auf Reitferien schicken und daher auf die Qualität des Anbieters schauen. Ein guter Reitlehrer wird das Können seiner Schüler sorgfältig beurteilen, ihnen nicht zuviel zumuten und eine ordentliche Ausrüstung verlangen", sagt Kisser weiter.

Richtige Ausrüstung

"Unfälle beim Reiten ziehen häufig ernste Blessuren nach sich. 29 Prozent aller Verletzten werden wegen von Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt. Leider setzen sich gerade Freizeitreiter häufig nur mit Jeans und ohne Reithelm aufs Pferd. Deshalb der Appell: Niemals auf Helm, Reithose und angemessenes Schuhwerk verzichten", fordert Kisser. Der Reithelm ist das wichtigste Utensil, da er das Risiko ernsthafter Kopfverletzungen verringert. Auch eine professionelle Reithose ist zu empfehlen. Durch ihre rutschhemmende Leder- oder Kunstfasereinsätze sitzt man wesentlich fester im Sattel als mit einer herkömmlichen Hose. Als Schuhe eignen sich insbesondere Reitstiefel, weil sie so gefertigt sind, dass ein Verhaken im Steigbügel so gut wie nicht möglich ist. Möchte man nicht so viel Geld ausgeben, kann auch auf spezielle und preisgünstigere Gamaschen zurückgegriffen werden, die unter anderem Schnürsenkel überdecken.

Welche Reitschule ist die richtige?

Alle anerkannten Reitschulen sind auch für Laien leicht an der Bezeichnung "Ausbildungsbetrieb (FENA)" zu erkennen. Ausschließlich die so gekennzeichneten Betriebe sind vom Bundesfachverband für Reiten (BFV) nach strengen Kriterien geprüft. Hier werden verschiedenen Abzeichen für Freizeitreiter angeboten, die dem Reiter seinen jeweiligen Kenntnisstand und die Sicherheit im Umgang mit dem Pferd bescheinigen. Besonders gefährlich kann es im Ausland werden. Zwar ist das Reiten am Strand etwas sehr Idyllisches, doch auch hier sollte man sich vergewissern, dass der Reitbetrieb das Zertifikat des jeweiligen Fachverbands führt und die Verantwortlichen auf das Tragen von Helmen und entsprechender Kleidung bestehen. Selbstredend reichen solche Bestimmungen alleine nicht aus, um das Verletzungs- und Unfallrisiko zu vermindern. Zusätzlich muss sich der Reiter selbst an bestimmte Verhaltensegeln halten. Ihrem Wesen und Verhalten nach sind Pferd Fluchttiere. Sie sind mit sehr feinen Sinnesorganen ausgestattet. Deshalb sollte man sich ihnen langsam nähern und sie ruhig und deutlich ansprechen. Eine Annäherung von hinten ist grundsätzlich zu vermeiden, da die großen Vierbeiner ausschlagen können. Beim Reiten in der Gruppe ist es enorm wichtig auf genügend Abstand zum Vordermann zu achten, um das vorangehende Pferd nicht zu erschrecken. Wer diese Grundsätze beachtet wird das Motto "Alles Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde" uneingeschränkt erleben können.

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Mag. Kerstin Gardill
Kuratorium für Verkehrssicherheit
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