Pensionsversicherungsanstalt - rund 19,20 Mrd. Euro für Pensionen

Wien (OTS) - Der Jahresabschluss der Pensionsversicherungsanstalt für 2005 wurde im Rahmen der am 7. Juli 2006 abgehaltenen Generalversammlung beschlossen. Generaldirektor-Stellvertreter Robert Freitag präsentierte diesen Rechnungsabschluss, welcher ein gesamtes Gebarungsvolumen von 22,61 Mrd. Euro inklusive der Aufwendungen nach Bundespflegegeldgesetz und Nachtschwerarbeitsgesetz aufwies. Generaldirektor Hofrat Dr. Ewald Wetscherek berichtete über die "Marktanteile" der Pensionsversicherungsanstalt, die Entwicklung der Erledigungsdauer von Pensions- und Pflegegeldanträgen sowie über Großinvestitionen im vergangenen Jahr. Weiters berichtete er über die finanziellen Auswirkungen der vor 3 Jahren vollzogenen Fusion der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter und der Angestellten.

Auf Grund gesetzlicher Auflagen ist die Pensionsversicherungsanstalt angehalten, den Verwaltungs- und Verrechnungsaufwand des Geschäftsjahres 1999 nicht zu überschreiten. Diese vom Gesetz her zulässigen Verwaltungskosten wurden in den Jahren 2003, 2004 und 2005 um insgesamt mehr als 113 Mio. Euro deutlich unterschritten. Unter Anrechnung des genehmigten Fusionsaufwandes von 81 Mio. Euro in diesen Jahren konnte daher sogar eine Einsparung von 32 Mio. Euro erreicht werden.
Wetscherek zitiert aus dem RH-Bericht: "Der Rechnungshof stellt fest, dass die Pensionsversicherungsanstalt unter alleiniger Berücksichtigung des auszuweisenden eigenen Verwaltungsaufwandes eine Einsparung von mehr als 10 % gegenüber 1999 erzielt hat."

19,20 Mrd. Euro flossen an mehr als 1,68 Mio. Pensionisten
Die 19,20 Mrd. Euro verteilten sich wie folgt auf die Pensionsarten:

Alterspensionen: 12,58 Mrd. Euro, Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen: 3,78 Mrd. Euro, Witwen-, Witwer- und Waisenpensionen: 2,84 Mrd. Euro.

Beitragseinnahmen gestiegen - Bundesbeitrag gesunken

Der Anstieg an Beitragseinnahmen im Jahr 2005 auf 18,56 Mrd. Euro ist einerseits auf eine geänderte Beitragsabfuhr zurückzuführen.

Im Rahmen des Pensionsharmonisierungsgesetzes wurde der Ausgleichsfonds der Pensionsversicherungsträger abgeschafft. Ab 2005 ist der gesamte Pensionsbeitrag nunmehr direkt an die Pensionsversicherungsanstalt abzuführen. Andererseits wurden ebenfalls durch das Pensionsharmonisierungsgesetz die Ersatzzeiten ab 1.1.2005 durch Teilversicherungen in der Pensionsversicherung ersetzt. Die Beitragsleistung für diese Zeiten ist vom Bund, von öffentlichen Fonds und vom Arbeitsmarktservice zu tragen. Der Bundesbeitrag ist im Gegenzug um 35,5 % auf 2,3 Mrd. Euro gesunken.

Kuraufenthalte angestiegen

Die Gesamtausgaben für Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge sind von 2004 auf 2005 um 8,6 % auf insgesamt 422,6 Mio. Euro angestiegen. Dieser Anstieg stand im Zusammenhang mit einer stetig steigenden Anzahl an durchzuführenden Heilverfahren, vor allem bei Anschlussheilverfahren. Auf Grund der Auslastung der eigenen Einrichtungen der Pensionsversicherungsanstalt wurden vermehrt Vertragseinrichtungen in Anspruch genommen.

Verwaltungsaufwand gegenüber Gesamtaufwand unverändert

Der eigene Verwaltungsaufwand ist mit 1,04 % des Gebarungsvolumens 2005 zu den Vergleichsjahren 2003 (1,04 %) und 2004 (1 %) nahezu unverändert geblieben.

Erhöhung des Pensionsstandes - Geringere Zunahme der Pensionsversicherten

Der Pensionsstand in der Pensionsversicherungsanstalt erhöhte sich im Zeitraum von 1995 bis 2005 um 12,5 %. In der gesamten Pensionsversicherung stieg der Anteil in derselben Zeit um 15,7 %. Die Pensionsversicherungsanstalt hält derzeit einen Marktanteil von 81 % der Pensionen.
Bei den Pensionsversicherten konnte in der Pensionsversicherungsanstalt in den Jahren von 1995 bis 2005 eine Erhöhung um 7,5 %, in der gesamten Pensionsversicherung von 8,5 % festgestellt werden. Damit ist die Zunahme an Pensionisten um 8,2 % höher als die Zunahme der Versicherten in der Pensionsversicherungsanstalt. Der Marktanteil an Pensionsversicherten in der Pensionsversicherungsanstalt liegt dennoch bei 84%.

Senkung der Verfahrensdauer bei Pensions- und Pflegegeldanträgen

Auf Grund der Fusionierung der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter mit der der Angestellten mussten Anfang 2004 bei Pensionsanträgen und Pflegegeldanträgen lange Verfahrenszeiten in Kauf genommen werden. Durch entsprechende Maßnahmen im Leistungsbereich und der ärztlichen Begutachtung konnte die Verfahrensdauer bei Pensionsanträgen und bei Pflegegeldanträgen deutlich gesenkt werden. Die Verfahrensdauer liegt nunmehr bei Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen und dem Pflegegeld durchschnittlich unter 2 ½ Monaten. Alterspensionen werden innerhalb eines Monats erledigt.

Bau- und Sanierungsarbeiten

Im Jahr 2005 kam es unter anderem zum Neubau des Rehabilitationszentrums Bad Hofgastein sowie zum Ankauf einer neuen Liegenschaft zur Errichtung der Landesstelle Vorarlberg, die in Folge der Neustrukturierung der Pensionsversicherungsanstalt im Jahr 2003 notwendig geworden war. In der Haupt- und Landesstelle Wien ist nach 25-jährigem Bestehen eine umfassende Büroraummodernisierung erforderlich geworden.

EDV-Aufrüstung

Durch die Zusammenführung der Rechenzentren der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter und der der Angestellten sowie der Anschaffung diverser Hard- und Software im EDV-Bereich wurden finanzielle Ausgaben in der Höhe von rund 5,88 Mio. Euro getätigt.

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Pensionsversicherungsanstalt
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