- 11.07.2006, 12:35:07
- /
- OTS0133 OTW0133
MedUni Wien stellt ab Herbst 10 zusätzliche zahnmedizinische Praktikumsplätze zur Verfügung
Neue Plätze für das Lernen am Modell in Kombination mit Gesetzesnovelle für Lehrpraxen-Plätze bringen schrittweisen Abbau der Wartelisten
Wien (OTS) - Rund 90.000.- Euro zusätzlich investiert die
Bernhard-Gottlieb-Zahnklinik GesmbH heuer für die Einrichtung von 10
zusätzlichen Praktikumsplätzen der Zahnmedizinischen Ausbildung. Das
hat die Sitzung des Beirates der zur MedUni Wien zugehörigen
Zahnklinik GesmbH letzten Donnerstag ergeben. Mitten in der eben
beginnenden Startphase des Neubaus der Bernhard Gottlieb
Universitätszahnklinik ermöglichte der Beirat damit in einem
finanziellen und organisatorischen Kraftakt die Einrichtung von
weiteren Übungsräumen für 10 Praxisplätze für das erste der drei
Praxis-Jahre des Zahnmedizinstudiums. Durch den Ankauf von fünf
Phantommodellen, an denen die Praktikanten ohne Patientenkontakt
vorab für den Zahnarztberuf wichtige Grundfertigkeiten erlernen,
können 10 Studierende zusätzlich in dieser ersten Praxisphase
ausgebildet werden.
Diese zusätzlichen Studienplätze bereits ab dem Wintersemester
2006 sind die Voraussetzung dafür, die durch die jüngste
Zahnärztegesetz-Novelle geschaffenen Möglichkeiten zum ehest
möglichen Termin (Wintersemester 2007) auch für die Studierenden
nutzen zu können. Aufgrund dieser Novelle können nach einer erfolgten
Einrichtung von "externen" zahnärztlichen Lehr-Praktikumsplätzen um
10 Studierende (oder rund 15%) mehr, also 80, ab dem zweiten
Praktikumsjahr "am Patienten" ausgebildet werden. Die für die Auswahl
der externen "Lehrpraxen" sowie die Vereinbarung von
Qualitätssicherungsmaßnahmen für die externe Praxis-Ausbildung
notwendigen Gespräche mit der österreichischen Zahnärztekammer werden
demnächst aufgenommen, damit ab Wintersemester 2007 auch diese 10
zusätzlichen Praxisplätze - mit Patientenkontakt - zur Verfügung
stehen.
Vizerektor Mallinger: "Wir sind glücklich, mit dieser Investition
einen ersten Schritt in Richtung zur Entlastung des überstrapazierten
Systems machen zu können. Wie in der Vergangenheit immer wieder
betont, sind bzw. waren uns bezüglich der klinischen Praktikumsplätze
aufgrund der Infrastruktur aber auch aufgrund der Patientenfrequenz
an unserer Zahnklinik die Hände bei der Aufstockung von
Ausbildungsplätzen gebunden. Mit den seit kurzem veränderten
gesetzlichen Rahmenbedingungen können wir nun - auch unter den
schwierigen Bedingungen der beginnenden Um- bzw. Neubauphase der
Zahnklinik - im Sinne der Studierenden aktiv werden und einen
verstärkten Abbau der Wartelisten beim Übergang in den dritten
praxisorientierten Studienabschnitt erreichen."
In den vergangenen 5 Jahren pendelte die Anzahl der
Wartelistenplätze zwischen 20 und 50 Personen, die jeweils ein Jahr
auf einen Praktikumsplatz im 72-Wochenpraktikum warten mussten. Durch
die veränderten Studienbedingungen des seit 2002 völlig neuen
Studienplans hat sich der Studienerfolg drastisch gesteigert, immer
mehr Studierende schließen in immer kürzerer Zeit den ersten und
zweiten Studienabschnitt ab, so dass sich am Übergang zum dritten
Abschnitt mit seiner Praxisausbildung heuer erstmals die Anzahl der
Wartenden mehr als verdoppelte. Bis jetzt haben sich 128
Zahnmedizinstudierende für den dritten Studienabschnitt durch ihre
Prüfungsergebnisse qualifiziert. Bis zum Herbst könnten nach
Auswertung der letzten noch einrechenbaren Entscheidungsprüfung (der
Z-SIP III) noch an die 20-30 weitere KandidatInnen dazu kommen. Unter
diesen Voraussetzungen wird sich die Wartefrist für die Betroffenen
mit einem Wartejahr begrenzen lassen.
Bis 1998 mussten angehende Zahnärzte nach der Absolvierung des
Humanmedizinstudiums noch eine dreijährige Facharztausbildung an der
Universitäts-Zahnklinik anschließen, bevor sie eine Berechtigung zu
Berufsausübung erreichten. Bis zur Berufsbefähigung konnte somit
unter Einrechnung allfälliger Turnuswartezeiten 11-13 Jahre vergehen.
Ab 1998 wurde allerdings zugunsten einer stark verkürzten
Ausbildungszeit ein Studium der Zahnmedizin eingerichtet, das die
praktische Ausbildung in das Studium integrierte und damit zugleich
die Berufsausbildung ist. Der dafür damals auch vom Ministerium
genehmigte Studienplan legte die Kapazität an praktischen
Ausbildungsplätzen - so wie in der bis 1998 laufenden
Facharztausbildung - mit 70 Plätzen fest. Diese Kapazität entsprach
und entspricht den infrastrukturellen Rahmenbedingungen der
Zahnklinik der MUW ebenso wie der PatientInnenfrequenz, wobei zu
betonen ist, dass die zahnmedizinischen Praxisausbildung in einem
11-monatigem Lehrbetrieb stattfindet.
Rückfragehinweis:
Mag. Bernd Matouschek Pressesprecher Medizinische Universität Wien Spitalgasse 23, 1090 Wien Tel: +43 (0)1 40160 -100 09 Tel/Fax: +43 (0)1 23 101 32 Mobil: +43-(0)676-6119701; mailto:bernd.matouschek@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MEU






