Niederwieser: ÖVP hatte zehn Jahre Zeit für bessere Integrationsmaßnahmen an Schulen

"So hebt Brinek die bildungspolitische Welt nicht aus den Angeln"

Wien (SK) - "Die ÖVP hätte zehn Jahre lang jede Gelegenheit gehabt, vernünftige Integrationsmaßnahmen in den Schulen zu setzen. Gemacht hat sie - außer der Alibiaktion 'Sprachticket' - nichts. Ganz im Gegenteil, diese Regierung hat die Situation an den Schulen extrem verschärft: Sie hat 5.000 Lehrerposten gekürzt, 120.000 Unterrichtsstunden gestrichen und auch heuer - so die Befürchtungen -werden mindestens 1.000 Lehrer ihre Schüler verlassen müssen", erklärte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zum Vorschlag von ÖVP-Brinek, nicht-deutschsprachige Kinder ein Jahr lang zu separieren. ****

Die SPÖ habe sich dem Thema Integration in der Schule ernsthaft gewidmet und gemeinsam mit der Wissenschaft ein umfassendes Programm erarbeitet. "Die ÖVP war nicht eine Sekunde bereit, dieses zu diskutieren oder die Vorschläge der Zukunftskommission umzusetzen. Stattdessen sondert die ÖVP-Wissenschaftssprecherin in der Woche der letzten NR-Sitzung noch schnell einen unausgegorenen Vorschlag in den Medien ab. Wohl wissend, dass im kommenden Schuljahr gar nichts mehr davon umgesetzt werden kann", so Niederwieser. Der SPÖ-Bildungssprecher betonte, dass die SPÖ gerne und jederzeit bereit sei, Vorschläge für eine bessere Integration der Kinder zu diskutieren - diese seien auch dringend notwendig. "Ein wenig Ernsthaftigkeit und Substanz, die über einen wahlkampftechnischen Schnellschuss hinausgehen, fordern wir aber ein", so Niederwieser.

Wenn es der ÖVP ernst mit diesem Thema ist, dann hätte sie auf die SPÖ-Vorschläge - verpflichtende Vorschule, moderne KindergärtnerInnen-Ausbildung, mehr Stützlehrer, mehr und bessere Förderung der Kinder - eingehen sollen. "Sie hätte nicht Tausende LehrerInnen-Posten streichen und den Bundesländern die geforderten 700 StützlehrerInnen geben sollen. Dann würde es auch das von Brinek angesprochene Problem mit Quereinsteigern nicht geben. Mit ihrem jetzigen Vorschlag wird Brinek die bildungspolitische Welt nicht aus den Angeln heben", schloss der SPÖ-Bildungssprecher. (Schluss) cs

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