Neues Volksblatt: "Wahltermin" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 8. Juli 2006

Linz (OTS) - Das Spekulieren um den Wahltermin ist zwar ein gängiges und beliebtes Ritual, im Grunde aber ziemlich überflüssig. Wohlgemerkt, wir reden nicht von einer überraschenden vorzeitigen Wahl, sondern von einem möglichen Wahltermin nur einige Wochen vor dem formellen Ablauf der Legislaturperiode. Ob in diesem Sinn einige Wochen früher oder später gewählt wird, ist für die Parteistrategen unwesentlich. Sie haben die Weichen für die Wahl-auseinandersetzung gestellt, ob der Urnengang nun im Oktober oder im November stattfindet. Die inhaltlichen Schwerpunkte, die Konzepte und die Taktik liegen griffbereit in den Schubladen. Wäre es bei einer Partei anders, so wäre dies von den Verantwortlichen grob fahrlässig. Man würde einem Schüler gleichen, der erst zu lernen beginnt, wenn er den Termin der Entscheidungsprüfung erfahren hat.
Dieser Vergleich sei weitergeführt: Der gute Schüler lernt das gesamte Jahr über, sodass er dem Schulschluss gelassen entgegen-sehen kann. Und eine gute politische Partei agiert die gesamte Legislaturperiode hindurch so, dass sie
schlussendlich gewählt wird.

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