AK-Grillfleischtest bringt unappetitliche Ergebnisse

Linz (OTS) - Die Konsumenteninformation der AK Oberösterreich hat in neun Linzer Supermärkten Grillfleisch getestet. AK-Präsident Dr Johann Kalliauer und Leiter der AK-Konsumenteniformation Dr. Georg Rathwallner präsentierten heute die Ergebnisse. "Das Resultat ist wenig appetitlich: Mehr als die Hälfte aller Proben war nicht mehr für den Verzehr geeignet", fasste Kalliauer zusammen.

Getestet wurden Cevapcici sowie fertig mariniertes Geflügel und Schweinefleisch. Die 23 Proben wurden im Labor mikrobiologisch untersucht. Fazit: Mehr als die Hälfte war nicht mehr für den Verzehr geeignet.

Als Gründe dafür sieht der Leiter der AK-Konsumenteninformation, Dr. Georg Rathwallner, vor allem hygienische Mängel bei der Verarbeitung und Verpackung des Fleisches. Der bei einer Cevapciciprobe gemessene Höchstwert an Fäkalbakterien lag um etwa das 600-fache über dem Grenzwert. Durch Aufnahme dieser Keime kann es bei empfindlichen Personen zu Durchfall kommen.

Ein weiteres Problem sieht Rathwallner in der oft zu hohen Lagertemperatur in den Supermärkten. "Der Höchstwert lag bei 13,6 GradC - optimale Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien", so der Leiter der Konsumenteninformation.

Unappetitlich fiel das Ergebnis für Hühnerfleisch aus. Mehr als die Hälfte der Proben war aufgrund der hohen Keimgehalte nicht mehr für den Verzehr geeignet. Nur zwei Proben waren einwandfrei. Von den Cevapciciproben war keine einzige in Ordnung. Eine etwas höhere Chance auf einen verträglichen Grillgenuss hat man bei Schweinefleisch. Doch auch hier konnte nur knapp die Hälfte der Proben mit dem Prädikat "einwandfrei" versehen werden.

"Diese Ergebnisse sind noch lange kein Grund, das Grillen bleiben zu lassen", so Rathwallner. Bei Einhaltung einiger weniger Grundregeln steht einem ungetrübten Grillvergnügen nichts im Wege. Empfehlenswert ist es beispielsweise, das Fleisch an jenem Tag zu kaufen, an dem es gegrillt wird - und zwar frisch und unmariniert beim Fleischhauer.

Meiden sollte man mariniertes Grillgut. Ratsam ist es, selber eine Marinade zu machen. Mehr Tipps gibt die
AK-Konsumenteninformation, www.ak-konsumenten.info.

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