Tauschitz: Beste Qualität aber nicht nur am Papier

Neues Heimgesetz hat private Heimbetreiber an die Wand gedrückt. Dringender Handlungsbedarf bei Pflegepersonal-Ausbildung

Klagenfurt (OTS) - "Was nützt die schönste Heimverordnung, wenn sie die Heimbetreiber in den Ruin führt? Oder ist es das Ziel der Soziallandesrätin, dass es keine privaten Heimbetreiber mehr gibt, sondern nur die des Landes Kärnten?", hinterfragt heute VP-LAbg. Stephan Tauschitz. Der Beschluss aus dem Vorjahr von BZÖ und SPÖ habe private Heimbetreiber an die Wand gedrückt. Die privaten Betreiber waren in die Entwicklung des Heimgesetzes auch nicht eingebunden gewesen.

Mit dem gestern im Landtag gefassten Beschluss sei diese unüberlegte Heimverordnung nun endlich korrigiert worden. "Wieder ein Punkt im Kärnten Vertrag der ÖVP abgearbeitet", bestätigt Tauschitz.

Die von der ÖVP von Beginn an abgelehnte Heimverordnung habe unter anderem einen Betreuungsschlüssel und Investitionen vorgesehen, die die Heimbetreiber nicht in der kurzen Zeit finanzieren konnten. "Niemand ist gegen beste Qualität in den Pflegeheimen. Aber nur am Papier spielt sich das nicht ab. Die Praxis sieht leider etwas anders aus, als die theoretischen Akte aus dem Sozialreferat", sagt Tauschitz.

Wo jedoch dringender Handlungsbedarf bestehe, sei in der Ausbildung des Pflegepersonals. "Das Monopol, dass nur das LKH Pflegepersonal ausbilden darf, muss fallen. Zumal über 150 junge Menschen jedes Jahr abgewiesen werden", berichtet Tauschitz. Es müssen auch private Heimbetreiber, die Ausbildung übernehmen können. "Den Betreuungsschlüssel in die Höhe zu treiben, ohne das Personal auszubilden, erinnert an einen Schildbürgerstreich", weist Tauschitz hin. (Schluss)

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