Pensionistenverband gegen Verschlechterungen bei der Alten- und Pflegebetreuung

Penz: Menschliche Würde darf nicht auf Kostenfaktoren reduziert werden

Klagenfurt (SP-KTN) - Der Pensionistenverband Kärnten sorgt sich
um die Qualität der heimischen Alten- und Pflegebetreuungseinrichtungen, nachdem am Donnerstag im Landtag BZÖ und ÖVP in einem Dringlichkeitsantrag drastische Reduktionen der Standards im personellen und baulichen Bereich gefordert hatten. Die vor einem Jahr von Sozialreferentin LHStv. Gaby Schaunig umgesetzte Kärntner Heimverordnung habe zu vielen und notwendigen Verbesserungen geführt. Diese dürften nun nicht dem Rotstift zum Opfer fallen, sagte Obmann Ldtg-Präsident a. D. Siegfried Penz. Die menschliche Würde und der Anspruch auf moderne, zeitgemäße Alten- und Pflegebetreuung könnten in einer humanen Gesellschaft nicht alleine auf den Kostenfaktor reduziert werden.

Bekanntlich vollen BZÖ und ÖVP die Bettenhöchstgrenze aufheben, die Einbettzimmer-Regelung lockern und beim diplomierten Pflegpersonal einsparen. Wie Penz betonte, dürfe es aber zu keinen Verschlechterungen kommen. Es müsse gesichert bleiben, dass ältere und pflegbedürftige Menschen ihren Lebensabend in Würde und in familiäre Atmosphäre, satt in Großbauten mit Krankenhauscharakter verbringen könnten. "Für uns stehen das Wohlergehen und die Bedürfnisse der Heimbewohner im Mittelpunkt. Erst an zweiter Stelle kommen die Interessen der Heimbetreiber", so der Obmann des Pensionistenverbandes Kärnten.

Zur Erinnerung: Die aktuelle Kärntner Heimordnung, die vor rund einem Jahr auch mit den Stimmen des BZÖ beschlossen wurde, hat wichtige und notwendige Qualitätsverbesserungen und Standards für die Pflege- und Altenheime im baulichen und personellen Bereich gebracht. So sind für Seniorenwohnheime und Pflegeheime mindestens 80 Prozent Einzelzimmer vorzusehen. Weiters sind Wohn- und Pflegeheime in familiäre Strukturen zu gliedern. Demnach sind Pflegeheime für höchstens 50 und Pflegeinheiten für höchstens 20 bis 25 BewohnerInnen zu untergliedern. In Pflegeheimen ist außerdem schrittweise bis 1. Juli 2007 für je 2,5 BewohnerInnen eine Betreuungsperson vorzusehen. Mindestens 30 Prozent der Betreuungspersonen haben diplomiertes Pflegepersonal zu sein, die übrigen Betreuungspersonen müssen die Qualifikation zur Pflegehilfe aufweisen. (Schluss)

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