Prammer zu Fall Goldmann: Grundsätzliche Richtlinien zur Behandlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten erforderlich

Mit Verweis bleibt dunkler Schatten auf Goldmann

Wien (SK) - SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer regte am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst an, grundsätzliche Richtlinien zur Behandlung ehrenamtlicher Tätigkeit in Unternehmen auszuarbeiten. "Der Fall Goldmann hat gezeigt, dass dies offensichtlich notwendig ist. Denn fraglos muss es auch einer Top-Managerin, die täglich zwölf Stunden im Betrieb verbringt möglich sein, ein Ehrenamt auszuüben." Man dürfe nicht vergessen, dass es sich dabei nicht um eine finanziell honorierte Nebenbeschäftigung handelte, sondern um eine gesellschaftlich wertvolle Tätigkeit innerhalb einer NGO. "Wenn dieses Vorgehen von Aufsichtsräten Schule macht, müssen Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, etc. zusperren - ehrenamtliche Tätigkeit für gemeinnützige Organisationen ist dann nicht mehr möglich", so Prammer. ****

Prammer wandte sich neuerlich gegen die Entscheidung, gegen Goldmann einen Verweis auszusprechen. "Zweifellos ist es der Fehler von Holding-Chef Huber, der es verabsäumt hat, ein persönliches Gespräch mit Goldmann zu führen, sondern stattdessen ein teures Gutachten einer Rechtsanwaltskanzlei erstellen hat lassen." Jetzt sei der Ball wieder bei Huber, der bezüglich der weiteren Zusammenarbeit mit Goldmann Gespräche führen soll. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Aufsichtsrat ernsthaft meint, dass, nachdem man Goldmann angepatzt hat, die Gesprächsbasis verbessert wurde. Ich halte das bloß für Hinhaltetaktik. Zu befürchten ist, dass das Mobbing weitergeht, bis Goldmann sich freiwillig verabschiedet", so Prammer, die betonte, dass mit dem Verweis, einer "veritablen Fehlentscheidung", zu Unrecht ein dunkler Schatten auf Goldmann bleibt, die sich nichts weiter zuschulden kommen hat lassen, als in einer Männerdomäne als Frau erfolgreich zu sein. (Schluss) up

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