Wittmann: Mück macht als "ÖVP-Generalsekretariat" mit direktem Durchgriff "ÖVP-Propaganda"

"ÖVP kann mit einem Anruf auf alle Beiträge durchgreifen" - "Unabhängigkeit nicht mehr gegeben"

Wien (SK) - Unter Chefredakteur Mück mit seinem umfassenden, direkten Durchgriff sei der ORF zum "Generalsekretariat der ÖVP" verkommen, das "ÖVP-Propaganda" betreibe, kritisierte SPÖ-Verfassungssprecher Peter Wittmann am Donnerstag bei einer Sondersitzung im Nationalrat. "Die ÖVP kann mit einem einzigen Anruf auf alle Beiträge durchgreifen, und Mück hat direkten Durchgriff auf jeden einzelnen Redakteur", das sei ein "fundamentaler Fehler", so Wittmann, der sowohl die Unabhängigkeit, als auch die "interne Vielfalt" des ORF gefährdet respektive als "nicht mehr gegeben" sieht. Die SPÖ bekenne sich klar zu einem unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Rundfunk - was auch wichtiger Teil der Demokratie ist, stellte Wittmann fest. ****

Schon im Jahr 2001 habe es massive Interventionen und Einschüchterungsversuche gegeben, erinnerte Wittmann etwa an die "Interventions-Schmankerln eines Herrn Westenthaler", die bereits damals Resolutionen innerhalb des ORF zur Folge gehabt hätten. Gerade der ORF Niederösterreich, wo "nur mehr Landeshauptmann Pröll und sonst nichts mehr vorkommt", sei ein Paradebeispiel von "Wildwuchs" -bisweilen habe man den Eindruck, als wollten die Regierungsparteien dieses abzulehnende Modell auf ganz Österreich ausdehnen, schloss Wittmann. (Schluss) mb

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0017