Kaske zu AMS-Besetzung: "Weitere Blockade wäre verantwortungslos"

AMS muss handlungsfähig bleiben

Wien (ÖGB) - Anlässlich der morgigen Sitzung des AMS-Verwaltungsrates appelliert Rudolf Kaske, Mitglied des AMS-Verwaltungsrates und Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), an die Arbeitgeber-Kurie, ihre Blockade bei der Bestellung des Vorstandes sowie der stellvertretenden Landesgeschäftsführungen in der Steiermark und Oberösterreich aufzugeben. "Die Zeit drängt. Denn sollte morgen keine Einigung erzielt werden, dann gibt es keinen Vorstand. Dies wäre ein verantwortungsloses Vorgehen seitens der Arbeitgeber-Vertretung", kritisiert Kaske.++++

Obwohl von der ArbeitnehmerInnen-Kurie bereits mehrfach die Bestellung des AMS-Vorstandes mit Dr. Herbert Buchinger und Dr. Johannes Kopf verlangt wurde, wurde auch diese bisher nicht durchgeführt. "Für mich ist diese Vorgangsweise nur so erklärbar, dass die Arbeitgeberseite diese Blockade dafür nützen will, um ihren Kandidaten in Oberösterreich gegen eine besser qualifizierte Kandidatin durchzudrücken", so Kaske. Es ist aber bereits 5 Minuten vor 12, denn morgen endet die Periode der bisherigen AmtsinhaberInnen. Sollte morgen keine Einigung erzielt werden, dann wäre das AMS ab 1. Juli 2006 führungslos. Das kann sich ein Unternehmen dieser Größenordnung aber nicht leisten und es wäre gegenüber all jenen, die das Service des AMS in Anspruch nehmen verantwortungslos, erklärt AMS-Verwaltungsrat Kaske.

Kaske appelliert daher an die Arbeitgeber-Kurie, morgen ihre Blockade aufzugeben, damit das AMS voll handlungsfähig ist. "Die Vorstandsbestellung müsste ohnehin unstrittig sein, da es keine Alternativen gibt. Bei den Bestellungen in Oberösterreich und in der Steiermark sprechen wir uns für sachliche Lösungen aus und erwarten uns auch von der Arbeitgeber-Seite, dass sie nach objektiven Kriterien entscheidet", sagt Kaske. "Die Nichtbestellung bestens geeigneter Kandidatinnen wäre darüber hinaus auch ein klarer Verstoß gegen das Bundesgleichbehandlungsgesetz", erklärt Kaske.

"Wenn nach sachlichen und nicht nach politischen Kriterien entschieden wird, dann gibt es morgen auch einen Konsens", hofft Kaske, dass die Arbeitgeber-Seite Einsicht zeigt. Ein AMS, dass ab 1. Juli ohne Führung ist, wäre verantwortungslos." (ew)

ÖGB, 29. Juni
2006
Nr. 463

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Ernst Weber
Tel.: (++43-1) 534 44/361 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0008