"MONITOR": Notebookakkus - Brennstoffzelle als Hoffnungsträger

Brennstoffzellen an Bord von Flugzeugen bald erlaubt - Lithium-Ionen-Technologie weiter verfeinert - nur Apple setzt auf Lithium-Polymer

Wien (OTS) - Es könnte so einfach sein: Ein "Schluck" Alkohol, meist Methanol, würde genügen, damit das Notebook 20 Stunden ohne Unterbrechung arbeitet. Auf der diesjährigen CeBIT in Hannover hatte der taiwanesische Hersteller Antig bereits den Prototypen einer Brennstoffzelle vorgestellt, die noch heuer in Serie gehen soll. Aber auch Panasonic, Matsushita Battery Industrial oder IBM/Lenovo haben bereits Lösungen präsentiert.

Eines der Haupthindernisse für den Durchbruch war bislang, dass die Internationale Zivilluftfahrtsbehörte (ICAO) Transport und Benützung von Brennstoffzellen und -cassetten an Bord von Passagierflugzeugen verboten hat. Das US Fuel Cell Council dürfte nun kurz davor sein, dass die ICAO dieses Verbot aufhebt, berichtet MONITOR-US-Korrespondentin Alexandra Riegler in der MONITOR-Sonderausgabe "Hardware" (Heft 6a). Damit könnten bereits ab 1. Jänner 2007 Brennstoffzellen zum Handgepäck der Businessreisenden gehören.

Bei Fujitsu Siemens glaubt man, dass die Lithium-Ionen-Technologie trotzdem nicht zum alten Eisen gehört. Als nächstes gehe man daran, die Höchstladespannung zu heben und gleichzeitig die niedrigste Entladung zu senken. "Auf diese Weise lassen sich rund zehn Prozent mehr Laufzeit als bisher aus den Modellen herausholen", meint Martin Keil, Product Manager Corporate Notebooks. Auch bei HP setzt man (vorläufig) noch auf Lithium-Ionen: Der neue Reiseakku mit zwölf Zellen liefert Energie für bis zu zwölf Stunden.

Lithium-Polymer-Akkus sind eine Weiterentwicklung dieser Technologie. Neben der um ein Fünftel höheren Energiedichte verglichen mit Lithium-Ionen-Modellen lassen sich wegen des Fehlens von Metall im Gehäuse leichtere Bauweisen und flexiblere Formen realisieren.

Allerdings verwendet nur Apple diese Technologie, und zwar für die neuen MacBooks und MacBooks Pro. Bei HP verweist man auf eine zu geringe Sicherheit und teure Batterie-Rückrufaktionen. Auch bei Fujitsu Siemens ist man der Meinung, dass Lithium-Polymer-Akkus zu empfindlich und unzuverlässig seien. Mehr dazu in der Sonderausgabe "Hardware" des MONITOR. Das Heft erscheint am 30. Juni.

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