E-Government-Ranking 2006: Österreich Europameister im E-Government!

Österreich belegt 1. Platz in Europa - Erfolg der E-Government Initiative der österreichischen Bundesregierung

Wien (OTS) - Bereits zum sechsten Mal führte die Management- und IT-Beratung Capgemini im Auftrag der Europäischen Kommission ein Benchmarking der Basisdienste im E-Government durch. Österreich belegt heuer den 1. Platz. Auf Platz 2 und 3 hinter Österreich finden sich zwei neue Mitgliedstaaten - Malta und Estland. Seit 2002 konnte sich Österreich kontinuierlich steigern, und von Platz 11 auf Platz 1 vorarbeiten. Österreich ist damit Europameister.

Begutachtet wurden 14.000 Websites. Dabei werden die Online-Services der Verwaltung - in ihrer jeweiligen Transaktionsstufe - in 28 europäischen Staaten (25 EU-Mitglieder, Island, Norwegen und Schweiz) miteinander verglichen.

"Das ist ein schöner Erfolg der E-Government Initiative der österreichischen Bundesregierung und aller Akteure. Durch eine intensive gemeinsame Arbeit von Bund, Ländern, Städten, Gemeinden und der Wirtschaft in der Plattform Digitales Österreich im Bundeskanzleramt konnte dieses Spitzenergebnis erreicht werden. Österreich verfolgte eine klare Strategie, elektronische Dienste in ganz Österreich auszubauen und zugänglich zu machen", freut sich Franz Morak, Staatssekretär für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt, über das Ergebnis.

Allgemeine Ergebnisse

Untersucht und einander gegenübergestellt werden insgesamt 20 öffentliche Dienstleistungen: Zwölf für Bürger, acht für Unternehmen. Der diesjährige Benchmark belegt, dass hinsichtlich der 20 untersuchten grundlegenden Dienstleistungen der

Behörden im Internet 75 Prozent des maximal möglichen Online-Umsetzungsgrades erreicht werden können und ein Umsetzungsgrad von 48 Prozent für die vollständige Transaktionsfähigkeit erreicht wurde. Österreich liegt mit über 95 Prozent bei den online Services und über 83 Prozent in der höchsten Transaktionsstufe klar voran.

Diese beiden Indikatoren der Befragung verzeichnen einen signifikanten Anstieg von zehn Prozent für alle befragten Länder. Obwohl beide Kategorien dieses Wachstum zeigen, gibt es einen Unterschied hinsichtlich Anstieg bei den Dienstleistungen für die Bürger und jenen für die Wirtschaft: Bei den "alten" Mitgliedsstaaten betragen die Wachstumsraten 8 bzw. 4 Prozent, bei den "neuen" Mitgliedsstaaten im Durchschnitt 18 bzw. 17 Prozent für die Dienstleistungen an den Bürgern und jenen an der Wirtschaft.

Wie in den Vorjahren bleiben auch in der nun sechsten Untersuchung des Online-Angebotes der Öffentlichen Hand die Dienstleistungen für Unternehmen mit 85 Prozent Online-Verfügbarkeit (Österreich 100 Prozent) in Europa besser ausgebaut als die für Bürger mit 68 Prozent (Österreich 91 Prozent).

Überraschende Ergebnisse

Zum zweiten Mal haben 2006 die zehn neuen EU-Staaten an dem Ranking teilgenommen. Dabei finden sich einige überraschende Ergebnisse: Malta rückte bei der aktuellen Untersuchung von Platz 16 auf Platz 2 vor, Estland belegt in diesem Jahr - ex-aequo mit Schweden - Platz 3. Im Ranking 2005 belegte Estland noch Platz 8. Auch Ungarn (von Platz 23 auf Rang 14) und Slowenien (von 15 auf 7) konnten sich extrem verbessern. Die Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass es in den "alten" EU-Mitgliedsstaaten ein konstantes, wenn auch bescheidenes, Wachstum von 6 Prozent gegeben hat. Bei den neuen Mitgliedsstaaten hingegen liegt die Zunahme bei 10 Prozent, mit einem Mittelwert von 16 Prozent Wachstum, wodurch die Platzierungen von Malta und Estland erklärt werden.

"Wenn man das diesjährige Ranking betrachtet zeigt sich schnell, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen beteiligten politischen Institutionen und den Wirtschaftspartnern ausschlaggebend für die Topplatzierung ist. Der diesjährige 1. Platz ist ein Ergebnis der konsequenten Schwerpunktsetzung der österreichischen Behörden auf E-Government in den letzten Jahren. Insgesamt wird sich der Fokus in den kommenden Jahren zusätzlich auf die Nutzung, Akzeptanz und Wirkung von E-Government konzentrieren", betont Peter Laggner, CEO Capgemini Österreich. "Die neuen EU-Länder haben durch unterschiedliche Maßnahmen und Rahmenbedingungen einen raschen Aufhol- bzw. Überholprozess vollzogen, nicht zuletzt aufgrund von Know-how-Transfer aus den alten EU-Ländern, u.a. auch Österreich", so Laggner weiter.

Erfolgreiche Zusammenarbeit und Best-Practice-Beispiele

Österreichs Best-Practice-Beispiele wie z.B. help.gv.at, FinanzOnline, ELAK etc. haben bereits mehrfach internationale Auszeichnungen erhalten und stellen eine hervorragende Basis für den Ausbau einer effizienten elektronischen Verwaltung dar. Österreich ist inzwischen als E-Government-Vorreiter in Europa positioniert. Damit tragen österreichische Best Practice Beispiele innerhalb Europas zu einer Vereinheitlichung und Modernisierung der elektronischen Dienste bei.

"Mit i2010 hat die EU-Kommission eine zentrale Initiative geschaffen, um zugunsten der Bürgerinnen und Bürger den weiteren Ausbau der Informationsgesellschaft in Europa voranzutreiben. Kohärenz, Bündelung und Vernetzung sind die zentralen Elemente von i2010 - so auch in Österreich. Hier werden wir weiterhin zielgerichtet Maßnahmen setzen, um die Chancen der Digitalisierung optimal nutzen zu können. Die Entwicklungen in den letzten Jahren haben deutlich gezeigt, dass Österreich enormes Potenzial hat - nicht zuletzt die nun erreichte Spitzenposition im E-Government-Ranking untermauert dies deutlich," erklärt Staatssekretär Franz Morak.

Nutzung von E-Government-Diensten

Kürzlich wurde von Fessel GfK eine Studie zur Nutzung von E-Government Diensten veröffentlicht, deren Ergebnisse einen deutlichen Anstieg bei der Nutzung von E-Government-Diensten belegen:
Mehr als 70 Prozent der Befragten bewerten E-Government als positiv. 45 Prozent haben Anträge bereits vollständig elektronisch abgewickelt. Im Vergleich zu einer Umfrage von vor zwei Jahren bedeutet dies eine Steigerung von 137 Prozent. 80 Prozent der österreichischen Internetnutzer gehen bei Behördenwegen lieber ins Netz, als auf das Amt. Mehr als 60 Prozent würden eine elektronische Zustellung von Bescheiden dem Postweg vorziehen.

"Diese Umfrageergebnisse innerhalb Österreichs und das europaweit durchgeführte E-Government-Ranking zeigen, dass Österreich auf dem richtigen Weg ist und jeder Einzelne profitiert", bestätigen Franz Morak und Peter Laggner.

Die komplette Studie können sie herunterladen unter:
http://www.at.capgemini.com/presse/pressemitteilungen/eu_studie/

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