Mölzer: Meinungsfreiheit ist keine Islamophobie.

Erdogan muß endlich die Diskriminierung der Christen in der Türkei beenden!

Wien, 29-06-2006 (OTS) - Es könne nicht angehen, daß der türkische Premier Erdogan eine Einschränkung der Pressefreiheit in Europa fordert, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer zu dessen Aussagen, wonach die Islamophobie ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" sei. Erdogan übersehe offenbar, daß auch Aussagen, die für eine Religion, in diesem Fall für den Islam, unangenehm sind, unter die Meinungsfreiheit fallen, betonte Mölzer. Wenn die Türkei Probleme mit der Meinungsfreiheit habe, zeige das einmal mehr, wie weit das islamische Anatolien mentalitätsmäßig von Europa entfernt ist. Keinesfalls dürfe sich die EU in dieser Frage nachgiebig zeigen und ihre Wertvorstellungen Islam-kompatibel gestalten. Auch wenn die Erweiterungsfanatiker Ankara so schnell wie möglich und um jeden Preis aufnehmen wollen, dürfe die EU nicht ihre Politik an den Vorschriften einer islamistischen Knebelgesellschaft ausrichten, warnte der freiheitliche EU-Mandatar.

Außerdem sei es geradezu lachhaft, wenn Erdogan den Europäern "mangelnden Respekt von religiösen Überzeugungen" vorwirft. "Denn schließlich ist es die Türkei, die ihre religiösen Minderheiten, darunter die Christen, offen diskriminiert. Daher soll der Türkenpremier besser vor der eigenen Türe kehren und diese Mißstände ohne wenn und aber sofort beseitigen", forderte Mölzer.

Entschieden wies der freiheitliche Europaparlamentarier die Forderung Erdogans, die westlichen Staaten müßten die moslemischen Zuwanderer besser integrieren, zurück. "Die Integrationsunwilligkeit von vielen Moslems kann nicht Europa untergeschoben werden. Denn die Integration ist eine Bringschuld des Zuwanderers, die den Willen umfaßt, die europäischen Werte und die Leitkultur des jeweiligen Gastlandes vorbehaltlos anzuerkennen", unterstrich Mölzer abschließend.
Schluß (bt)

Stets gut informiert:
www.fpoe.at/ www.andreas-moelzer.at/ www.zurzeit.at/

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Bernhard Tomaschitz
Funkruf: (0664) 17 65 433
E-Post: redaktion@zurzeit.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0003