Kukacka: Vormerkführerschein ("Punkteführerschein") besteht Praxistest im ersten Jahr

Häufigstes Delikt: Mangelnde Kindersicherung - Hier müssen Bekanntheitsgrad und Akzeptanz weiter steigen

Wien (OTS) - "Nach nunmehr einem Jahr ist laut Umfrage des KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) der Vormerkführerschein bei drei Viertel der Lenker bekannt und zwei Drittel halten das Ausfiltern von Hochrisikolenkern für sinnvoll. Angesichts jener Delikte, die in diesem Jahr allerdings verübt wurden, ist eine verstärkte Information wünschenswert", so Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka, heute Donnerstag.

Mit Abstand an 1. Stelle liegt das Delikt der mangelnden Kindersicherung. Dass 7.464 der insgesamt 18.179 Vormerkdelikte -also mehr als ein Drittel - die Kindersicherung betreffen, ist auf mangelnde Information und mangelndes Gefahrenbewusstsein zurückzuführen, stellte Kukacka fest. "Es ist davon auszugehen, dass niemand ein Kind absichtlich und wissentlich einer großen Gefahr aussetzt. Wir müssen daher weiterhin über die Notwendigkeit einer entsprechenden Kindersicherung aufklären", betonte der Verkehrsstaatssekretär. Es sei einfach notwendig, dass auch für kurze Autofahrten die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Kinder unter 14 Jahren, immer durch Rückhaltevorrichtungen geschützt würden.

Besonderen Aufklärungsbedarf sieht Kukacka in Wien, wo 60 Prozent der Delikte die mangelnde Kindersicherung betrafen. "Bei einem Aufprall mit Tempo 50 wirken auf jeden Insassen im Fahrzeug Kräfte die mindestens dem 30-fachen seines normalen Körpergewichtes entsprechen. Die Wucht des Aufpralls eines ungesicherten Insassen im Fahrzeug entspricht etwa einem Sturz aus 10 Meter Höhe. Das wäre der 3 Stock eines Hauses. Die Sicherung der Kinder im Auto ist also auch im innerstädtischen Verkehr eine Frage des Überlebens", verdeutlichte der Staatssekretär.

Das Risiko mangelnder Kindersicherung müsse den Verkehrsteilnehmern daher bewusst gemacht werden. Dafür könne auch eine mehrsprachige Information überlegt werden, um Verkehrsteilnehmer aus nichtösterreichischen Herkunftsländern auch in diesem Bereich besser zu integrieren und zu sensibilisieren, schloss Kukacka.

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