Regenbogen-Parade 2006 macht Mut zum Coming-Out

Wien (OTS) - "Es ist eine Schande, dass Österreich in der Frage
der Gleichstellung von Lesben und Schwulen Schlusslicht in Europa ist", sagt Sonja Weshely bei der Pressekonferenz anlässlich der bevorstehenden Regenbogen-Parade am Samstag, den 1. Juli 2006. Es sei auch eine Form von Gewalt, nicht dieselben Rechte wie die Mehrheitsbevölkerung zugestanden zu bekommen. "Es geht um kein Symbol, sondern um das Recht, so zu leben, wie man will." Einmal mehr fordert sie die Einführung der Eingetragenen Partnerschaft.

Maria Vassilakou, Klubobfrau der Wiener Grünen, macht die österreichische Regierung für die Blockadehaltung bezüglich der Gleichstellung von gleichgeschlechtlich liebenden Paaren verantwortlich. "Die ÖVP lebt nicht im 21. Jahrhundert." Die Regenbogen-Parade sei weiterhin notwendig, um die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen zu erhöhen.

"Die Regenbogen-Parade soll diejenigen, die noch nicht offen zu ihrer sexuellen Orientierung stehen, zum Coming-Out ermutigen und das Selbstbewusstsein von Homosexuellen stärken", ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. Dafür stehe auch das Paraden-Motto "Come together - come out!".

Um 15 Uhr startet der farbenprächtige Demonstrationszug vom Stadtpark aus und bewegt sich gegen die Fahrtrichtung über Kai und Ring bis zum Heldenplatz. Dort erwartet die TeilnehmerInnen ab 17.30 Uhr ein buntes Open-Air-Fest. Zu den Höhepunkten zählt sicherlich der Auftritt von Jimmy Somerville, der in den 80er Jahren als Frontman der legendären "Bronski Beat" und "The Communards" Welterfolge feierte. Zuletzt erschien sein Solo-Album "Home Again". Zuhause darf sich der Weltstar übrigens im "Le Meridien" fühlen, das auch heuer wieder alle KünstlerInnen der Celebration beherbergt.

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Philipp Kainz
Pressebetreuer Regenbogen-Parade 2006
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