Broukal an Gehrer: Wenn aus Unwahrheit langsam Lüge wird

Keine Rede von 1.500 Medizin-Studienplätzen pro Jahr

Wien (SK) - "Wieder sagt Bildungsministerin Gehrer die Unwahrheit. Es gibt keine 1.500 Medizin-Studienplätze pro Jahr, und es gibt keine Erhöhung der Medizin-Studienplätze um 20 Prozent. Das ist eine reine Erfindung der Ministerin, mit der sie die ÖsterreicherInnen hinters Licht führen will", stellte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. ****

Tatsache sei, dass sich nur die Grazer Medizin-Uni an das ausgemachte Kontingent von 360 Studienplätzen hält. Die Med-Unis Innsbruck und Wien aber prüfen nach dem ersten Studienjahr einen großen Teil der jungen Studierenden aus dem Studium hinaus. Innsbruck verkürzt die Studienplätze um 30 Prozent, von 400 auf 280. Wien verkürzt um 20 Prozent, von 740 auf 600. Das heißt: Ab dem zweiten Studienjahr gibt es nur noch 1.240 Studienplätze, also weniger als vor der so genannten "Erhöhung um 20 Prozent"; "da waren es nämlich noch 1.250", so Broukal.

Gehrer versuche zum wiederholten Male, mit ihrer Taktik des Tarnens und Täuschens die vielen jungen Menschen, die Medizin studieren wollen, hinters Licht zu führen.

Berechnungen hätten außerdem ergeben, dass - nach Abzug der ausländischen Studierenden - pro Jahr nicht mehr als 800 JungärztInnen für Österreich übrig bleiben; derzeit sind es 1.250. Broukal sieht darum einen "programmierten ÄrztInnenmangel".

Die SPÖ bleibe bei ihrer Forderung nach einem Ausbau der Medizin-Studienplätze. "Wir schlagen vor, jedes Jahr 50 zusätzliche Studienplätze einzurichten und den Med-Unis das Geld dafür zu geben", so Broukal abschließend. (Schluss) cs

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