Wiener Biosphärenparkgesetz im Landtag beschlossen

Sima: "Umweltpolitischer Meilenstein"

Wien (OTS) - Als "umweltpolitischen Meilenstein" bezeichnet SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima den am Donnerstag einstimmigen Beschluss des Wiener Biosphärenparkgesetz im Landtag. "Die nachhaltige Entwicklung des einzigartigen Natur- und Kulturraums Wienerwald ist nach der Anerkennung durch die UNESCO im letzten Jahr

und nun mit dem heute beschlossenen Gesetz gesichert", so Sima. Der Biosphärenpark Wienerwald wird im Gesetz unter Einbindung der Bevölkerung in eine Kernzone, eine Pflegezone und in eine

Entwicklungszone eingeteilt. In der Kernzone ist land- und forstwirtschaftliche Nutzung verboten, sie beläuft sich auf 372 ha Waldfläche. In der Pflegezone steht der Schutz der Kulturlandschaft -vor allem die Erhaltung der Landwirtschaft - im Vordergrund. Zu den Entwicklungszonen zählen jene Bereiche, die weder Kern- noch Pflegezone sind, dort werden Ansprüche von Mensch und Natur im Zuge von modellhaften Nutzungsweisen gleichermaßen berücksichtigt.

Der Wiener Teil des Biosphärenparks beträgt 9.957 ha, er hat damit 9,4 % der Gesamtfläche, die sich auf 105.645 ha beläuft. Rund 75.000 Wienerinnen und Wiener wohnen künftig im Biosphärenpark Wienerwald. Mit dem am Donnerstag beschlossenen Gesetz wird der in Wien gelegene Teil des Wienerwaldes zum Biosphärenpark erklärt, einbezogen werden dabei bestehende Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie als Entwicklungszone besiedelte Gebiete im 13., 14., 16., 17., 18., 19. und 23. Bezirk.

Der Biosphärenpark Wienerwald gehört damit zu den 482 weltweit herausragenden Gebieten in 102 Staaten, die das Netzwerk Biosphärenpark bilden. "Der Status ist eine Auszeichnung, aber auch Herausforderung, denn es gilt diverse Nutzungsansprüche im Wienerwald mit den Bedürfnissen der Natur abzustimmen, ökologische, kulturelle als ökonomische Entwicklungen in Einklang zu bringen", betont Sima abschließend. (Schluss) vor

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